Responsive Web war gestern!

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Die Zukunft gehört Responsive Typographie. Dies wird zumindest Marko Dugonjic hoffen. Dieser hatte nämlich die Idee, dass sich neben dem Layout auch die Schriftgrössen flexibel anpassen sollen. So entwickelte er kurzerhand ein Skript, welches die Grösse der Schriften dem jeweiligen Leseabstand des Nutzers anpasst. Wie sich das ganze anfühlt, respektive lesen lässt, testen sie, indem sie diese Page aufrufen und der Seite erlauben, die PC-Kamera live zu schalten.

Sollte sich jedoch an ihrem Bildschirm nichts tun, liegt es wohl daran, dass der verwendete Browser dieses Feature nicht unterstützt. Opera Download

TabletPC vs Laptop

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Es ist ein offenes Geheimnis, der Siegeszug der TabletPCs ist nicht mehr aufzhalten. 2013 werden bei weitem mehr Tablets als Laptops über die Ladentheke gehen. Gemäss DisplaySearch Report werden dieses Jahr über 240 Millionen Tablets an den User gebracht, während gerade mal 207 Millionen Laptops verkauft werden sollen. Dies bedeutet das TabletPCs erstmals die Nase vorn haben werden und wohl auch in den kommenden Jahren das Rennen machen werden. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich Händler klassischer PC-Produkte warm anziehen ist, dass Microsoft mit Windows 8 ein Betriebssystem auf den Markt geworfen hat, welches sowohl auf dem Desktop als auch auf den Small-Devices beinahe identisch ist. Der Software-Riese hoft so, verlorenen Boden wieder gut machen zu können, um in letzter Minute noch auf den Tablet-Zug aufspringen zu können.

Der fulminante Verkaufserfolg der Tablets wird durch die Produktion kleinerer Bildschirm-Formate zusätzlich angeheizt. Am meisten Klein-PCs gehen in Nordamerika (35%, 85 Mio.) über den Ladentisch, dicht gefolgt von China (27%, 65 Mio.).

Hearst Magazines priorisiert iPad-Leser

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Bei Einführung des iPad wurde dieses als Rettung für die serbelnden Verlage dieser Erde gepriesen. Insbesondere Herausgeber von Magazinen und Tageszeitungen erhofften sich, dass die Kassen nun wieder klingeln mögen. Inzwischen ist nun aber wieder Ernüchterung eingekehrt. Murdoch hat mit «The Daily» sein iPad-Pionier-Projekt bereits wieder eingestellt aber auch «Wired» oder «Project» kämpfen gegen ernüchternde Verkaufszahlen.

Unter diesem Hintergrund sind Innovationen gefragt. Hearst kommt nun mit einer Idee auf den Markt, welche iPad-Besitzer priorisiert. Der Verlag will nämlich künftig seine Printprodukte jeweils einige Tage früher auf dem iPad erscheinen lassen, als diese dann schliesslich gedruckt in den Verkausstellen aufliegen sollen.
Zu diesem Zweck hat Apple seinem Zeitungskiosk eine neue Kategorie beigefügt. Dort werden bis zu 20 Titel präsentiert, welche zuerst auf dem Device veröffentlicht wurden. Abonnenten aber auch Einzelkäufer sollen künftig von diesem Dienst profitieren können. Grundsätzlich ist das nichts neues. Amazon, Google und weitere digitale Kioske kennen dieses Model bereits seit einiger Zeit und bringen ausgesuchte Titel ebenfalls eine Woche vor Erscheinen der Printausgaben.

Dass Apple nun nach zieht ist nur konsequent und ermöglicht es den Verlegern ins Schaufenster der potenziellen Leserschaft zu rücken. Denn es ist ein offenes Geheimnis; ein Platz unter den Top10 im AppleStore lässt die Kassen klingeln!

Leider profitieren von dieser «Neuerung» vorerst einmal wieder ausschliesslich die Nutzer aus den USA. Es ist aber wohl lediglich eine Frage der Zeit, bis dieses Feature auch in Europa eingeführt wird.

iPad Nutzerverhalten.

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Bald sind zwei Jahre verstrichen, seid Apple mit der Einführung des iPad den TabletPC-Markt aufgemischt hat. Aus Mangel an ernstzunehmender Konkurrenz (sieht man mal von Samsungs CopyShop ab), ist das iPad mit 65% Marktanteil noch immer klarer Marktführer. Bis heute sollen bereits über 52 Mio. Tablets aus dem Hause Apple über den Ladentisch gegangen sein.

Hauptzielgruppe sind besser verdienende Männer (66%) zwischen 25 bis 36 Jahren. Je 54% surfen mit dem iPad im Internet oder lesen die News darauf. Dies machen rund 54% im Bett.

Auf dieser Infografik erfährt man mehr über das Nutzerverhalten der iPad-Besitzer. 

Jeder Tropfen ein Unikat.

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Nein, bei diesem Bild handelt es sich nicht um die Deko einer Goa-Party. Die farbigen Spritzer sind Teil eines Fotoprojektes. Diese Bilder wurden allesamt innerhalb einer Millisekunde eingefangen. Die dabei entstandenen Skulpturen sind einzigartig beeindruckend, weshalb ich euch den Besuch von LiquidArt wärmstens ans Herz legen würde.

Animierter Comic by HTML5.

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Spätestens seid seiner Verbannung von Apples iOs-Geräten, ist die Zukunft von Flash mehr als ungewiss. Doch wie sollen die Werbenden dieser Welt nun animierte Sequenzen auf die Devices bringen?
Die Antwort heisst; mit HTML5. Die Mailänder Agentur Saizen Media zeigt mit dem animierten Comic Soul Reaper, wie es gehen könnte. Was aussieht wie eine Flash-Animation, ist keine. Wer’s nicht glauben mag, kann sich gerne mit einem Rechtsklick auf die Animation vergewissern.

Next Issue Zeitschriften à discretion.

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Die Lancierung des iPad versetzte die Verlage und Medienhäuser dieser Welt in helle Aufregung. Der Tablet-Computer sollte zum Heilsbringer der darbenden Printmedien werden. Nun, etwas mehr als ein Jahr später, macht sich Ernüchterung breit. Die gute Nachricht: Gemäss einer PWC-Studie wird auf dem Tablet gelesen. Printleser nutzen iPad und Co. häufiger für den Medienkonsum als etwa Facebook oder Twitter. Die ernüchternde Erkenntnis, er will dafür wenig bis nichts bezahlen.

Insbesondere in den USA scheint der Leser kaum etwas für Bezahl-Content ausgeben zu wollen. Die Botschaft an die Verleger ist also eindeutig. Diese Botschaft hat nun das US-Unternehmen «Next Issue Media» aufgenommen und in den Staaten eine App auf den Markt gebracht. Mit dieser ist es nun möglich für 10 Dollar so viele Magazine zu lesen, wie der Verlag in seinem Sortiment führt. Im Fall der erwähnten Unternehmung reicht das Angebot von «People» über «Sports Illustrated» bis zu «Time». Insgesamt 39 Titel werden dem Leser angeboten. Er erhält also sozusagen eine Magazin-Flatrate.

In Amerika wurde dieses Konzept erneut euphorisch aufgenommen und als Revolution in der amerikanischen Medienlandschaft beschrieben. Ob sich dieses Konzept auch hierzulande durchsetzen mag, wird die Zeit weisen. Es scheint mir aber sicher ein interessanter Ansatz mit realen Chancen.

Performing Art auf dem iPad.

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2wice, ein «Performing Arts»-Magazin, ist nun auch auf dem iPad erhältlich. Die Tanzpublikation gibt’s aktuell nur fürs iPad und soll den modernen Tanz mit den aktuellen Medien verbinden.
Tanz ist Bewegung und diese liess sich bis anhin nur eingeschränkt in Printpublikationen visualisieren. Das Tablett sprengt nun sprichwörtlich den Rahmen. Jetzt können Tanz und Choreografie in einem digitalen Magazin aufgeführt werden.

Für die erste digitale Ausgabe haben sich die Verantwortlichen etwas besonders schönes einfallen lassen. Der Tänzer wurde in einen beweglichen Rahmen aus Holz «gesperrt» und nutzt die ihm zur Verfügung stehende Fläche für seine Performance.
Sobald die App gestartet ist, erscheinen vier Rahmen, in welchem jeweils ein Tänzer die Stage für seine Choreografie nutzt. Diese Rahmen wiederum lassen sich auf dem Screen verschieben und skalieren, skalieren und unterschiedlich anordnen.

Zugegeben, dass war’s dann auch schon und der Begriff «Magazin» ist in diesem Zusammenhang wohl etwas hochgegriffen. Trotzdem bringt 2wice Kunst aufs iPad und demonstriert einen Ansatz, wie moderne Magazine künftig inszeniert werden könnten.

Die App ist für CHF 1 im Apple iTunes Store erhältlich und trotz allem mehr, als ein interaktiver Bildschirmschoner.

Warum ist die Qualität vieler Magazine auf dem neuen iPad so schlecht?

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Die Spatzen pfiffen es schon lange vom Dach. Das iPad wird schon bald einen Retina-Bildschirm erhalten! Was «Insider» seit langem ahnten, wurde Anfang März mit Fahnen und Fanfaren lanciert. Das «neue iPad» verfügt nun also über einen hochauflösenden Bildschirm (2048 x 1536 px). Mit der aktuell doppelten Bildschirmauflösung gegenüber den vorgänger iPads werden Games, Grafiken und Bilder brillant und gestochen scharf dargestellt.

Doch wie kommt es, dass ausgerechnet der überwiegende Teil an fürs iPad produzierten Magazinen und Broschüren verpixelt und schlecht lesbar auf dem Tablet erscheinen? Die lapidare Erklärung: Sie wurden explizit für die alten iPads hergestellt! Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Ansätze, wie iPad-Apps entwickelt werden. Zum einen können Layouter und Grafiker ihre Magazine weiterhin mit den herkömmlichen Programmen gestalten und diese als einzelne Bilder exportieren. Andererseits lassen sich diese Erzeugnisse mittels HTML und sogenannten Webkits erstellen. Während die erste Variante eine maximale Kontrolle über das Layout gewährt, ist man mit der zweiten flexibler und kann das Datenvolumen massiv reduzieren.

Damit nun also all die «Wireds», «Projects» und «New Yorker» wieder gewohnt gestochen scharf auf dem Tablet erscheinen, müssen sich die jeweiligen Redaktionen nun entscheiden, was ihnen lieber ist. Doppelt so viel Datenvolumen als bei den bisherigen Publikationen oder den Export ihrer Daten in PDF- oder HTML-Dokumente.

Dass es auch Publikationen gibt, welche bereits heute iPad3-ready sind, beweisen die Broschüren von Schweiz Tourismus, welche bereits seit Ende Februar in Apples App-Store frei verfügbar sind.

DONE ist fertig.

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Mit DONE ist ein weiteres, innovatives Magazin für Tablett-PCs erschienen. Es handelt sich dabei um ein Portfolio respektive um Konzeptarbeiten des Studiengangs «Bachelor of Arts/Kommunnikationsdesign» an der FH Düsseldorf. Die Arbeiten entstanden im Zeitraum zwischen 2008 bis 2011 und wurden ausschliesslich mit InDesign und Adobes Digital Publishing Suite erstellt.
Wie zu erwarten, wurde vor allem auf Form und Farbe geachtet, dabei ist die Nutzerführung ein wenig auf der Strecke geblieben. Trotzdem zeigen die Arbeiten dem geneigten Leser, in welcher Form Typografie auch in den neuen Medien eine zentrale Rolle spielen. Das Magazin ist Inspirationsquelle und macht Lust auf mehr. Es kann über den AppStore bezogen werden und ist gratis.