Responsive Web war gestern!

Facedetection

Die Zukunft gehört Responsive Typographie. Dies wird zumindest Marko Dugonjic hoffen. Dieser hatte nämlich die Idee, dass sich neben dem Layout auch die Schriftgrössen flexibel anpassen sollen. So entwickelte er kurzerhand ein Skript, welches die Grösse der Schriften dem jeweiligen Leseabstand des Nutzers anpasst. Wie sich das ganze anfühlt, respektive lesen lässt, testen sie, indem sie diese Page aufrufen und der Seite erlauben, die PC-Kamera live zu schalten.

Sollte sich jedoch an ihrem Bildschirm nichts tun, liegt es wohl daran, dass der verwendete Browser dieses Feature nicht unterstützt. Opera Download

TabletPC vs Laptop

Bildschirmfoto_2013-01-31_um_13

Es ist ein offenes Geheimnis, der Siegeszug der TabletPCs ist nicht mehr aufzhalten. 2013 werden bei weitem mehr Tablets als Laptops über die Ladentheke gehen. Gemäss DisplaySearch Report werden dieses Jahr über 240 Millionen Tablets an den User gebracht, während gerade mal 207 Millionen Laptops verkauft werden sollen. Dies bedeutet das TabletPCs erstmals die Nase vorn haben werden und wohl auch in den kommenden Jahren das Rennen machen werden. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich Händler klassischer PC-Produkte warm anziehen ist, dass Microsoft mit Windows 8 ein Betriebssystem auf den Markt geworfen hat, welches sowohl auf dem Desktop als auch auf den Small-Devices beinahe identisch ist. Der Software-Riese hoft so, verlorenen Boden wieder gut machen zu können, um in letzter Minute noch auf den Tablet-Zug aufspringen zu können.

Der fulminante Verkaufserfolg der Tablets wird durch die Produktion kleinerer Bildschirm-Formate zusätzlich angeheizt. Am meisten Klein-PCs gehen in Nordamerika (35%, 85 Mio.) über den Ladentisch, dicht gefolgt von China (27%, 65 Mio.).

Warum ist die Qualität vieler Magazine auf dem neuen iPad so schlecht?

New-yorker-ipad-3

Die Spatzen pfiffen es schon lange vom Dach. Das iPad wird schon bald einen Retina-Bildschirm erhalten! Was «Insider» seit langem ahnten, wurde Anfang März mit Fahnen und Fanfaren lanciert. Das «neue iPad» verfügt nun also über einen hochauflösenden Bildschirm (2048 x 1536 px). Mit der aktuell doppelten Bildschirmauflösung gegenüber den vorgänger iPads werden Games, Grafiken und Bilder brillant und gestochen scharf dargestellt.

Doch wie kommt es, dass ausgerechnet der überwiegende Teil an fürs iPad produzierten Magazinen und Broschüren verpixelt und schlecht lesbar auf dem Tablet erscheinen? Die lapidare Erklärung: Sie wurden explizit für die alten iPads hergestellt! Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Ansätze, wie iPad-Apps entwickelt werden. Zum einen können Layouter und Grafiker ihre Magazine weiterhin mit den herkömmlichen Programmen gestalten und diese als einzelne Bilder exportieren. Andererseits lassen sich diese Erzeugnisse mittels HTML und sogenannten Webkits erstellen. Während die erste Variante eine maximale Kontrolle über das Layout gewährt, ist man mit der zweiten flexibler und kann das Datenvolumen massiv reduzieren.

Damit nun also all die «Wireds», «Projects» und «New Yorker» wieder gewohnt gestochen scharf auf dem Tablet erscheinen, müssen sich die jeweiligen Redaktionen nun entscheiden, was ihnen lieber ist. Doppelt so viel Datenvolumen als bei den bisherigen Publikationen oder den Export ihrer Daten in PDF- oder HTML-Dokumente.

Dass es auch Publikationen gibt, welche bereits heute iPad3-ready sind, beweisen die Broschüren von Schweiz Tourismus, welche bereits seit Ende Februar in Apples App-Store frei verfügbar sind.

iQuit.

Bildschirmfoto_2011-10-09_um_12

Am 6. Oktober 2011 hat Steve Jobs seinen langjährigen Kampf gegen den Krebs verloren. Kein anderer hat unseren Umgang mit Computern und digitalen Gadgets nachhaltiger geprägt. Die Schweiz ist Apple-Land. 52% aller verkaufter Smartphones in der Schweiz sind iPhones. Dazu kommen iPod, iMac und das jüngste Kind aus dem Hause Apple, das iPad.

Meine erste Begegnung mit einem Mac war 1988 und es war eine Offenbarung. Ohne diese einfach zu bedienenden und später immer schöner anzuschauenden Computer wäre bestimmt nicht nur meine berufliche Entwicklung komplett anders verlaufen. Danke Steve Jobs! «You changed my work into hobby.»

Das Time Magazine hat zum Andenken an Steve Jobs eine iPad-Edition zum Leben des begnadeten Marketing-Strategen und kompromisslosen Perfektionisten heraus gegeben. Es ist im App-Store für 5 Dollar erhältlich.

WIRDED Deutschland.

Img_0278
Img_0276
Img_0275
Img_0277

Seid wenigen Tagen ist nun auch eine deutsche Ausgabe des Trendmagazins «WIRED» auf dem Markt erhältlich. Insgesamt orientiert diese sich nach dessen englischsprachiger Ausgabe. Die App ist Gratis, für das Magazin müssen jedoch Euro 2.99 bezahlt werden. Waren die ersten Ausgaben des Lifstyle-Magazins noch innovativ und überraschend, kann dies von der deutschen Ausgabe nicht behauptet werden. Noch immer müssen zuerst ganze 663 MB Daten aufs Tablett geladen werden. Ist der Speicherfresser erst einmal installiert, kann das Magazin angeschaut werden. Die App wurde als Bibliothek aufgebaut, was darauf schliessen lässt, dass weitere Ausgaben möglich sind. Ob und wann eine nächste Version des Magazins erscheinen wird, macht der Verlag (Condé Nast) vom Feedback der Leser abhängig.

Die Bedienung des Mags macht eingefleischten Tablett-Lesern kaum mehr Mühe. Neulinge könnten jedoch vom Umfang der Bedienungselemente schnell einmal überfordert sein. Im Grossen und Ganzen scheint bei der ersten D-Version des Magazins Form vor Inhalt zu gehen. Dieser ist nämlich im überwiegenden Fall belanglos. Magazine wie «Project» sind inzwischen weit näher am Puls der technischen und gestalterischen Präsentation von multimedialen Inhalten. Sollten die Reaktionen der Leser nicht besser als meine ausfallen, darf man sich wohl kaum auf eine weitere deutsche Ausgabe von «WIRED» freuen.

DONE ist fertig.

Img_0271
Img_0272
Img_0273
Img_0274

Mit DONE ist ein weiteres, innovatives Magazin für Tablett-PCs erschienen. Es handelt sich dabei um ein Portfolio respektive um Konzeptarbeiten des Studiengangs «Bachelor of Arts/Kommunnikationsdesign» an der FH Düsseldorf. Die Arbeiten entstanden im Zeitraum zwischen 2008 bis 2011 und wurden ausschliesslich mit InDesign und Adobes Digital Publishing Suite erstellt.
Wie zu erwarten, wurde vor allem auf Form und Farbe geachtet, dabei ist die Nutzerführung ein wenig auf der Strecke geblieben. Trotzdem zeigen die Arbeiten dem geneigten Leser, in welcher Form Typografie auch in den neuen Medien eine zentrale Rolle spielen. Das Magazin ist Inspirationsquelle und macht Lust auf mehr. Es kann über den AppStore bezogen werden und ist gratis.

Mit dem xml-Generator organisieren Sie Folios im Handumdrehen.

Bild_1

All jene, welche bereits seit der Prerelease-Phase der Adobe Digital Tools Dokumente für Tablets erstellen, werden seit einigen Wochen ein Feature schmerzlich vermissen. Bevor Adobe die finale Version der Publishing Suite veröffentlicht hat, war es nämlich möglich, einzelne Artikel mittels «Folio Bundler» mit Metadaten zu versehen und deren Reihenfolge nachträglich per Drag & Drop neu anzulegen. So weit, so gut. Diese Funktion ist nun eben allen Usern vorbehalten, welche sich die «Digital Publishing Suite» leisten können. Dem grossen Rest wurde zugemutet eigenhändig ein sidecar.xml anzulegen. Wenn Sie zu jenen Hardcore-Codern gehören, welche sich täglich ein .xml-file aufs Brot streichen, können Sie an dieser Stelle getrost weglesen.

Ist xml für Sie jedoch ein Buch mit sieben Siegeln und verhindert die Euro-Krise ein Enterprise-Abo der DPS, können Sie sich nun entspannt zurück lehnen. Ein gewisser Johannes Henseler hat sich nämlich die Mühe gemacht und diesen xml-Generator nachgebaut. Auch wenn Adobe das Sortieren per Drag&Drop mit der neuen Version des «Folio Builders» wieder möglich gemacht hat, bleibt das Verwalten der Metas weiterhin umständlich.

Mit dem xml-Generator hat das Leiden nun aber ein Ende. Hier können Sie die Ordner-Struktur anlegen. Die Folios in einem Aufwisch beschriften, konfigurieren und sortieren, ohne dass sich von Artikel zu Artikel hangeln zu müssen. Ist die Liste erst einmal erstellt, lassen sich die xml-Daten per Klick exportieren. Anschliessend legen Sie eine xml-Datei an, legen diese in einen eigenen Ordner und importieren diesen in den «Folio Builder». Fertig. Wie Sie das xml mit Ihrer Datei verknüpfen, erfahren Sie hier.

Ein Muss für alle Digital Publisher! This tool makes you happy!

Update: Folio-Builder-Panel.

Folio_builder

Vor einigen Wochen habe ich mich an dieser Stelle bereits dazu geäussert, dass Adobe in der finalen Version der Publishing Tools einige nützliche Features verschwinden liess. Dazu gehört die Möglichkeit, die Reihenfolge einzelner Seiten per Drag & Drop zu verändern. Mit dem aktuellen Update des Folio-Builder-Panel reagiert Adobe nun auf die Bedürfnisse ihrer Anwender. Dies freut vor allem User, welche nicht über die gesamte Publishing Suite verfügen. Lassen sich Dokumente nämlich in der DPS-Cloud noch nachträglich reorganisieren, wurden diese Funktionen unter acrobat.com nach dem Prerelease entfernt. Eine nachträgliche Strukturierung der Dokumente war also nur noch umständlich und über die sogenannte «sidecar.xml» möglich.

Weitere Funktionen welche Sie nach einem Update erhalten sind; Freigaben wieder aufheben und das erstellen von Dateien mit Grössen bis zu 1GB (früher 100MB). Da der Builder-Panel-Installer nun losgelöst vom Producer-Tools-Installer funktioniert, kann Adobe diese Services nun weiterentwickeln, ohne jedes Mal eine Freigabe des Viewers abwarten zu müssen. Für die Anwender bedeutet dies, Sie können diesen Update ohne Komplikationen durchführen!

Link zum Download des Folio-Builder-Panel

Zebrafisch oder weshalb Creatives das iPad lieben.

Bildschirmfoto_2011-06-03_um_17

Bestimmt ist Ihnen nicht entgangen, das mir das iPad den Sprung in eine neue und faszinierende Publishing-Dimension eröffnet hat. Denn ich werde an dieser Stelle nicht müde, darüber zu berichten. Ich muss wohl zugestehen, dass ich dies nicht ganz uneigennützig mache. Es ist mir nämlich ein Anliegen, dass mein Faszinations-Funke auf Sie über springt. Denn das iPad ist weit mehr, als ein Fun-Gadget. Es eröffnet nie da gewesene Optionen von Wissenstransfer. Inhalte können lerngruppengerecht aufbereitet werden und dies erst noch Corporate-Brandet.

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, wenn ich einen ausgedehnten Vortrag über Lerntypen abhandeln würde. Soviel sei jedoch verraten. Wir Menschen unterteilen uns (grob) in vier unterschiedliche Lerntypten. Da gibt es den Leser, welcher Informationen über Lektüren und Fachliteratur sammelt und in seiner Brainware ablegt. Andere sind mit zuviel Buchstaben überfordert und bevorzugen das bewegte Bild zum Wissenstransfer, dritte besuchen Seminare oder lernen von Hörspielkassetten und letztere müssen Dinge einfach mal in die Finger kriegen und habtisch erfahren, damit sie gelerntes speichern können.

Hier kommt – Sie werden es ahnen – das iPad oder schlicht der Tablet ins Spiel. Das iPad und die damit verbundenen technologischen Möglichkeiten, geben uns Creatives Instrumente in die Finger, mit welchen wir sämtliche Zielgruppen bedienen können. Es bietet uns sozusagen die Chance, Inhalte spielend zu vermitteln.

Falls ich Sie neugierig gemacht habe, sind Sie nun möglicherweise auch bereit, «Angry Bird» für kurze Zeit runter zu fahren und sich eines dieser überzeugenden digitalen Magazine aufs iPad zu laden:
– Project, Trendmagazin von Richard (Virgin) Brandson, only digital
– Fotohits, Fotomagazin mit interessanten Perspektiven
– Wired, Vorreiter im trendigen Digital Publishing

Man mag vom «Kleinen Schwarzen» (oh, Sie haben ein weisses?), halten was man mag aber der Tablet wird vieles ändern. Die Art, wie, wo, wann wir Medien konsumieren und eben auch die Berufsbilder derer, welche diese Inhalte aufbereiten. Doch nun genug der schnöden Worte. Lassen wir (bewegte) Bilder sprechen und schauen uns gemeinsam an, was amerikanische Designstudenten zum Thema meinen.

 

Deshalb wird es (vorderhand) keinen digitalen «Rolling Stone» geben.

Rolling_stone_cover_featuring

Seid einem Jahr ist es in aller Munde, das iPad und damit der Tablet-PC im allgemeinen. Man könnte leicht meinen, alles, was je einen Computer bedient hat, ist im Besitz eines dieser trendigen Devices oder wird sich demnächst eines zulegen. Zieht man zusätzlich die Verkaufszahlen des iPads herbei, wird dieser Eindruck bestätigt. Gerade mal 28 Tage nach Lancierung des Tablets konnte Apple den Verkauf von einer Million Stück vermelden. Im Vergleich dazu brauchte das iPhone 74 Tage und damit noch beinahe dreimal so lange bis zur magischen Marke der «Best Selling Gadgets Ever».

Wie an dieser Stelle bereits mehrfach beschrieben, entfachte sich ein nicht zu letzt von den Medien angeheizter Hype um das «i des Jobs». Gerade die Verlage hofften auf bessere Zeiten, nachdem sie in den letzten Jahren regelmässig über schwindende Leserschaft und sinkende Auflagen klagten. Etwas mehr als ein Jahr seid Verkaufsstart des iPad stellt sich nunErnüchterung ein, welche jedem Hype folgt. Die Verkaufszahlen der inzwischen zahlreich erschienen digitalen Magazine stagnieren und es werden bereits sinkende Verkaufszahlen zu vermelden.

Ist das iPad nun doch unnötig? Sind digitale Magazine möglicherweise nicht gefragt? Weder noch. Der Markt ist einfach noch längst nicht ausreichend gesätigt. Kommt dazu, dass sich die Konkurrenz noch immer schwer tut und es aktuell noch keine ernstzunehmende Alternative zum iPad gibt. Wer also die Firma mit dem angebissenen Apfel meidet, findet keine konkurrenzfähigen Alternativen. Des weiteren scheiden sich die Geister über die Vor- und Nachteile von Native Apps im Vergleich mit browserbasierten HTML5-Lösungen. Und bei einem Blick auf das umständliche Abosystem, wird einem schnell bewusst, dass hier noch einige Kinderkrankheiten zu beseitigen sind und einiges an Zeit verstreichen wird, bis mit Gewinnen aus den Verkäufen von digitalen Magazinen gerechnet werden kann. Wer ist schon bereit jedem xy seine private Adresse zu geben, nur weil er mal nen Kaugumi am Kiosk kaufen will. Die Jagd nach privaten Daten treibt inzwischen beängstigende Blüten und die Konsumenten werden im Umgang damit ständig vorsichtiger.

In einem Interview mit Jann Wenner – Co-Gründer des «Rolling Stone» – nimmt dieser Bezug auf die übersteigerten Erwartungen der Medienbranche. Dabei erklärt er auch, weshalb im Moment noch keine digitale Ausgabe des «Rolling Stone» geplant ist.

Auch wenn das iPad ein absolut faszinierendes Device ist, mit welchem es sich stundenlang spielen, surfen, Filme anschauen und digitale Magazine entdecken lässt, fühle ich mich an Zeiten erinnert, wo das papierlose Büro propagiert wurde, weil ja innert weniger Jahre ein jeder Erdenbürger einen PC sein Eigen nennen sollte. «Gut Ding will eben immer noch Weile haben.»

Wie dem auch sei, ich werde mein iPad nicht mehr hergeben und entwickle weiterhin aus Herzenslust digitale Magazine, Broschüren und Dokumentationen. Denn wir stehen erst am Anfang einer langen und spannenden Entwicklung und sind dazu angehalten dem Leser nachhaltigen Zusatznutzen zu bieten. Statische Print-Magazine lassen sich nicht einfach ohne überzeugendes Konzept und entsprechendes KnowHow auf Talets übertragen und der Leser erwartet schnell mehr, als ein paar animierte Grafiken oder sonstige visuelle Spielereien. Das Berufsbild des Grafikers, Layouters, Typografen oder Multimediaproducers wird sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern.