iPad Nutzerverhalten.

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Bald sind zwei Jahre verstrichen, seid Apple mit der Einführung des iPad den TabletPC-Markt aufgemischt hat. Aus Mangel an ernstzunehmender Konkurrenz (sieht man mal von Samsungs CopyShop ab), ist das iPad mit 65% Marktanteil noch immer klarer Marktführer. Bis heute sollen bereits über 52 Mio. Tablets aus dem Hause Apple über den Ladentisch gegangen sein.

Hauptzielgruppe sind besser verdienende Männer (66%) zwischen 25 bis 36 Jahren. Je 54% surfen mit dem iPad im Internet oder lesen die News darauf. Dies machen rund 54% im Bett.

Auf dieser Infografik erfährt man mehr über das Nutzerverhalten der iPad-Besitzer. 

Steve Jobs – Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers

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Ich kann mich noch gut entsinnen, wie grundlegend die erste Begegnung mit einem Mac mein Leben veränderte. Genau genommen handelte es sich um den Macintosh IIci. Und obwohl es sich bei diesem Computer und bei den folgenden bis 1997 um Geräte der Post-Jobs-Ära handelte, fasste ich – freiwillig – seit diesem Tag anno 1989 keinen PC später «Win-Dose» mehr an.

Zugegeben, es handelte sich in jener Phase, gelinde gesagt nicht um die besten Jahre von Apple. Die Maschinen waren hässlich, das Betriebssystem bald in die Jahre gekommen und Abstürze gehörten zur Tagesordnung. Hätte man Jobs 1997 nicht wieder ins Unternehmen zurück gebeten, wäre der völlig überteuerte, pothässliche PowerMac 9600 wohl meine letzte Maschine aus dem Hause Apple gewesen.
Doch kaum war Jobs wieder an Bord, wurde ausgemistet. Das Betriebssystem wurde grundsaniert, die Computer erstrahlten bald in einem innovativen Design und die Anwender konnten sich wieder damit beschäftigen, was sie mit dem Gerät machen wollten und nicht mit der Maschine selber. Mag sein, dass wir «Apple-Jünger» in den letzten Jahrzehnten ab und an verblendet wirkten aber hey, es gibt schlimmere Krankheiten als eine bis zur letzten Schraube druchgestylte Livestylemaschine im Wohnzimmer. Ach ja, mit meinem – von Amerika importierten – iPhone war ich 2007 einer unter den ersten 400 Exoten in der Schweiz, welche sich auf den ersten Touch in dieses Device verliebte.

So war es naheliegend, dass ich mir bald schon die autorisierte Biografie von Jobs in der Buchhandlung besorgte. Ja, ihr habt richtig gelesen, trotz iPad kann ich mich als ehemaliger Jünger Gutenbergs noch immer für gedruckte Bücher begeistern.
Auch wenn mir bereits viele Geschichten aus Jobs Leben bekannt waren, war ich auf die einzige autorisierte Biografie gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Phasenweise schien es Isaacson zwar etwas gar wichtig zu sein, zu betonen, was für ein A*** Jobs unbestritten war. Es war ja allgemein bekannt, wie cholerisch und vernichtend er Mitarbeiter in Meetings fertig machen konnte. Sozialkompetenz war nie seine herausragende Stärke. Dies mussten viele Weggefährten erfahren, welche von ihm umgarnt wurden, so lange sie in seinen Visionen eine Rolle spielten, jedoch wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen wurden, sobald sie ein zu grosses Ego entwickelten oder ihnen schlicht der «Durchblick» abhanden kam.

Insgesamt ist die Biografie jedoch ein spannendes, unterhaltsames Werk und sie liest sich auch für nicht Apple-Jünger phasenweise wie ein Roman. Handelt es sich hierbei doch um ein grosses Stück digitaler Zeitgeschichte. Windows – die schlechte Kopie von OSX – würde es zumindest in dieser Form nicht geben, ohne das Betriebssystem aus dem Hause Apple. Wir würden Computer möglicherweise heute noch mittels Komandokonsole (grüne Schrift auf schwarzem Bildschirm) steuern. Nix mit Dropdown-Menus, Desktop oder modifizierbaren Fenstern (Windows;O).
Ganz zu schweigen von einfach zu bedienenden MP3-Playern, Devices mit Touchscreens, iTunes und Tablett-PCs. Ich kann die Biografie auch jenen empfehlen, welche sich nicht jeden Abend das iPhone unters Kopfkissen legen.

Das Buch zeichnet ein Bild von einem getriebenen und kontroversen Menschen, welcher mit seinen Visionen regelmässig die digitale Zukunft geprägt hat. Es führt Zusammenhänge im digitalen Universum in komprimierter Form auf. Man erfährt einiges über gelungene aber auch gescheiterte Unternehmensstrategien und es ist nicht zuletzt ein persönliches Tagebuch. Ich kann mich jedenfalls noch gut daran erinnern, wie begeistert ich meinen farbigen iMac ausgepackt hatte und mich darüber wunderte, dass ich damit keine Audio-CDs brennen konnte. Dafür war der automatische Einzugschlitz für CDs richtig sexy …

Der Tod von Jobs kam – nach langem Leiden – schliesslich nicht überraschend, trotzdem ist zumindest die digitale Welt wohl um seinen grössten Visionär ärmer geworden. Zwar hat Apple für die nächsten vier Jahre noch Produkte in der Pipeline, welche unter der Ägide von Jobs entwickelt wurden. Danach wird sich jedoch weisen, ob Cook mehr als nur ein Verwalter von Jobs Erbe sein kann.

 

 

 

 

Steve Jobs, der Mann, der die Zukunft erfand.

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Zugegeben, diese Headline wird nicht jedem gefallen. Insbesondere die Windows-Hardliner wurden nie müde, Steve Jobs als Guru und Apple-User als kopflose Sektenmitglieder zu beschreiben. Sicher ist jedoch, dass wir den PC heute anders nutzen würden und ich mich möglicherweise zum Gärtner hätte umschulen lassen, wären der Macintosh und das damit verbundene menugesteuerte Betriebssystem nicht erschienen.

Sicher Jobs war nie der Erfinder, dafür war in den Gründerjahren Steve Wozniak zuständig. Jobs war der Mann mit der Vision. Diese Vision verfolgte er Zeit seines Lebens kompromisslos ehrlich. Das ihm dies nicht nur Freunde machte ist auch klar und dass ihn enge Weggefährten auch schon mal als A**** bezeichneten, ist in der demnächst erscheinenden Biografie nachzulesen.
Tatsache ist aber, dass uns diese Vision den Mac, den iPod, das iPhone und letztlich das iPad gebracht haben. Jedes dieser Geräte hat die Art, wie wir Medieninhalte geniessen und konsumieren revolutioniert. Beweiss für den Erfolg dieser Produkte ist, dass sie alle mehr oder weniger erfolgreich kopiert wurden, kaum waren sie im Markt eingeführt. Überhaupt konnte man sich in den letzten Jahren dem Eindruck nicht erwehren, dass die Konkurrenz ständig nach Cupertino schielte, was da wohl kommen mag, wass dann auch umgehend kompiert werden konnte.
Insider spekulieren bereits seit einiger Zeit über das iTV, welche auch das Homeentertainment in eine neue Dimension führen wird. Gerade in diesem Bereich waren bahnbrechende Innovationen in den letzten Jahren Mangelware.

Die letzte Woche ausgestrahlte Doku über Steve Jobs ist äusserst spannend erzählt und beschreibt nicht zuletzt, wie Bill Gates Windows «erfunden» hat

 

Zum Podcast:
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=6a6645eb-b096-4a65-a762-b9a20d4e738d

iQuit.

Gestern machte Schlagzeilen, was in IT-Kreisen längst erwartet wurde. Steve Jobs übergibt das Ruder seinem Nachfolger und tritt per sofort – aus gesundheitlichen Gründen – aus der operativen Führung von Apple zurück. Was das für das Unternehmen längerfristig bedeutet, ist nicht wirklich klar. Und weil sich die Analysten auch nicht sicher sind, machte die Aktie gestern eine regelrechte Berg- und Talfahrt mit. Nur um am Ende in etwa wieder dort zu landen, wo sie bei Eröffnung gestartet war.

Klar ist einzig, dass mit Jobs die Lichtgestalt und der Visonär von Bord geht. Kurzfristig wird dies keinen grossen Einfluss auf den Geschäftsverlauf des Unternehmens haben. Die Entwicklungs-Pipeline ist voll und Apple seid einigen Wochen die teuerste Firma der Welt. Doch was wird geschehen, wenn Innovationen anstehen?

 

Apple steckt zurück.

Bereits vor wenigen Wochen ist Apple ein wenig von seinen übersteigerten Anforderungen zurückgetreten nun wurden die Geschäftsbedingungen für Verlage bereits ein weiteres Mal etwas gelockert. Bücher, Magazine, Videos und Audios müssen nicht mehr zu den gleichen Bedingungen angeboten werden wie in der analogen Welt. Nach wie vor dürfen jedoch keine Links und Buttons aus der App hinaus auf das Verlagsangebot weisen.

Mit dieser Salami-Taktik reagiert Apple wohl darauf, dass bereits einige Verlage Wege am App-Store vorbei aufs iPad gefunden haben. Der Hype scheint erste Risse zu bekommen und Apple wird bestimmt schon bald weitere Zugeständnisse machen und seine übersteigerten Anforderungen weiter lockern. Warten wir mal ab, wie die Konkurrenz den Markt beleben wird …

Aside: HTML5-Magazin zweier Berliner Grafiker