WordPress 3.8 «Parker» im Flatdesign

In den letzten Wochen jagt ein WordPress-Release das nächste. Kaum war die Version 3.7 ausgerollt, steht auch schon WordPress 3.8 «Parker» zum Download bereit. Bei diesem Release wurde die Aufmerksamkeit – neben zahlreichen Anpassungen unter der Haube – auf Neuerungen im BackEnd-Bereich gelegt. Und weil gerade Weihnachten vor der Türe steht, schenkt uns die Community auch gleich noch ein neues Standart-Theme.
WordPress wollte den grossen Flatdesign-Trend nicht verpassen und hat mit der Version 3.8 das Backend komplett überarbeitet. Logt man sich nach dem Upgrade in seinen Arbeitsbereich ein, sticht einem auf einen Blick das moderne, aufgeräumte Layout ins Auge. Wem die Grundeinstellung zu dunkel erscheint, kann unter sechs verschiedenen Farbschemen wählen. Doch das neue Layout hat noch viel mehr zu bieten! Es ist nämlich nun voll responsive und passt sich automatisch den unterschiedlichen Bildschirmgrössen an und da die Icons nun als Vektorgrafiken hinterlegt wurden, lässt sich Parker jetzt auch auf Retina-Displays zeigen.
Trotz all den Neuerungen, lässt sich WordPress aber wie gewohnt bedienen, einzig das Dashboard wirkt – ab Werk – aufgeräumter und somit übersichtlicher. Es ist aber auch weiterhin individualisierbar.

Da auch die Standard-Themes in den Vorgängerversionen in die Jahre gekommen sind, präsentiert uns WordPress 3.8 Parker nun auch ein neues Frontend. Auch dieses ist responsive und von ansprechendem Design. Insgesamt wurde WordPress 3.8 aus technischer und funktionaler Sicht moderat weiter entwickelt, die kosmetischen Änderungen machen jedoch Freude und somit lohnt sich ein Upgrade allemal!

Totale Überwachung bald auch im Schlafzimmer.

Die – zugegebenermassen – kleine Flamme der Empörung über die Machenschaften der Geheimdienste und deren flächendeckende Überwachung, unbescholtener Bürger, ist kaum erloschen, schon zündet die nächste Stufe der dreisten Missachtung von Privatsphäre und demokratischer Grundrechte. Energie Wasser Bern startet in den nächsten Wochen das Projekt «Smart Meter». Was auf den ersten Blick elegant klingt ist in Wirklichkeit ganz schön gerissen. Energiemultis, Geheimdienste aber auch kriminelle Organisationen erhalten schon bald die Möglichkeit, sich «legal» 7/24 in unser Leben einzuhacken.

Die Kunden von EWB müssen sich 2014 «gratis» ein Gerät an ihren Zähler anschliessen lassen, mit dessen Hilfe der Kunde im Stande sein soll, die grössten Stromfresser ausfindig zu machen. So sollen diese «autonom» den Stromverbrauch optimieren können. Als intelligentes Stromnetz soll der iStrom namens «SmartGrid» den Verbrauchern weltweit Freiheiten schenken, welche diese schon immer vermisst haben sollen. Das Gerät erzeugt «Stromnetze, welche durch ein abgestimmtes Management mittels zeitnaher und bidirektionaler Kommunikation zwischen Netzkomponenten, Erzeugern, Speichern und Verbrauchern einen energie- und kosteneffizienten Systembetrieb für zukünftige Anforderungen unterstützen.» (O-Ton EWB)

Dem aufmerksamen Leser sollten spätestens jetzt die Nackenhaare aufstellen. Denn genau mit diesen Argumenten wurde uns in den letzten Jahren das Internet angepriesen. Luca Caracciolo beschreibt in seinem Artikel eindrucksvoll, welch hohen Preis wir für das Recht auf allzeit verfügbare Kommunikation bezahlt haben. Wir alle haben damit vermeintlich die Freiheit erhalten, uns jederzeit Informationen beschaffen, mit Freunden in aller Welt Kontakt aufnehmen oder rund um die Uhr einkaufen zu können. Auf die Kehrseite der Medaille machte uns Edgar Snowden dieses Jahr schmerzlich aufmerksam. Niemand ist heute mehr sicher vor dem weltumspannenden Überwachungswahn der Staatlichen Institutionen. Egal ob Diktatur, Monarchie oder Demokratie, sämtliche Regierungen dieser Welt haben Angst. Angst vor eben genau diesen Freiheiten ihrer eigenen Bürger. Mit Freiheiten muss man umgehen können und weil uns dies der Staat nicht zu traut, werden wir überwacht. Vordergründig wird uns dies als präventiver Schutz vor Terrorismus verkauft. In Tatsache hat uns das «freie» Internet zum gläsernen Bürger gemacht, welcher – ist der Computer erst mal ans Netz gehängt – auf Schritt und Tritt gescannt werden kann.

Verbrechen lohnt sich …

… für die Energielobby, Hobbyschnüffler und den Überwachungsstaat. Bis heute hatten die kleinen Revoluzzer unter uns noch die Möglichkeit des passiven Widerstands, indem sie sich ab und an mal für ein paar Stunden aus dem Netz verabschiedet und den Computer vom Internet getrennt haben. Doch damit soll schon bald Schluss sein. Aber worum geht es bei dieser neuen, «unverzichtbaren Technologie» denn wirklich?
Einmal angeschlossen, zählt das Gerät fleissig mit und teilt dem «mündigen» Bürger geflissentlich mit, ob Geräte gerade Strom ziehen und in welchem Masse diese Energie fressen. Der Konsument soll so in der Lage sein, seine Wäsche nur noch bei Niedertarif zu waschen. Aha? Wahnsinn!!! Da sich das smarte Kästchen mit einer App verbinden lässt, spricht der Zähler auch mit dem Smarphone. So sollen wir bald schon beruhigt in die Ferien fahren und potenzielle Einbrecher von der Strandliege auffliegen lassen können. Knipst da nämlich mal so ein Bösewicht den Schalter an, machen wir ihm via mobile Device gleich wieder das Licht aus. Das Gerät schaltet also sofort auf Alarm, weil die Dumpfbacke von einem Einbrecher die Taschenlampe vergessen hat und Strom braucht um mir die Bude ausräumen zu können. Oho, das kann was, dieses kleine Helferlein!

Mit der NSA ins Bett

Schiebt man mal den Schleier der vermeintlich unverzichtbaren Nutzervorteile bei Seite, zeigt sich das Wahre Potenzial des «Smart Meters»! Werber, Privatschnüffler, Telekom, Fernseh- & Radiostationen, Unternehmen, Staat und Geheimdienste reiben sich heute schon lechzend die Hände über die bevorstehende Datenflut an Informationen und das immense Potenzial an krimineller Energie jeglicher Couleur, welche sich damit künftig nutzen lassen. Das #SmartGrid informiert nämlich darüber, wann, welches Gerät wo und wie lange Strom frisst. Mit Hilfe dieses Tools kann eruiert werden, welcher Sender, welche Radiostation gerade übertragen wird. Ist es nun die Lese- oder Nachttischlampe, welche brennt oder etwa doch die Waschmaschine im Material schonenden Feinwaschgang? Wie sind die Gewohnheiten des Mieters, wann verlässt er das Haus und weshalb kehrt er jeweils erst früh morgens wieder zurück …? Alles Fragen, deren Antworten nicht in falsche Hände fallen sollten. Doch spinnen wir die Gedanken noch etwas weiter. Hängt der Computer nämlich erst einmal am Stromnetz, ist es für das organisierte Verbrechen – und hier sind ausnahmsweise mal nicht ausschliesslich die Geheimdienste gemeint – ein Leichtes, sich ins Netz einzuhacken und sich nach Belieben zu bedienen …

Mir jedenfalls kommt ein solches Gerät niemals ans Netz, weil es niemanden etwas angeht, was in meinen privaten vier Wänden geschieht, egal, ob ich mir nun die Zähne putze, ein Glas Wasser trinke oder meinen Wintergarten dauerbeheize …

Dieser Kurzfilm veranschaulicht eindrücklich, wohin die Reise des totalitären Überwachungsstaates via smartem «Stromzähler» geht.

Skytte: HTML5-Game mit hohem Spassfaktor.

Tastatur- oder Gestengesteuert.

Tastatur- oder Gestengesteuert.

Jetzt geht’s ab!

Jetzt geht’s ab!

Next level ...

Next level …

Es soll ja gerüchtehalber da draussen durchaus noch Heavyuser geben, welche das WWW in erster Linie zwecks Beschaffung von Informationen, News, Brainware oder zur Erledigung von Last-Minute-Weihnachts-Hamster-Käufen verwenden. Für alle, welche sich bereits heute entspannt zurück lehnen können – weil die Geschenke bereits fertig verpackt unter dem frisch geschmückten Weihnachtsbaum liegen – habe ich ein faszinierendes und kurzweiliges Online-Game entdeckt.
Skytte basiert zu 100% auf HTML5-Technologie und steht den altbekannten Flash-Games in keinster Weise nach. Da es komplett auf Flash verzichtet lässt es sich auch auf sämtlichen iOs-Geräten performant bedienen und verkürzt so lästige Wartezeiten. Der Spieler steuert über die Tastatur oder mittels Touchscreen ein Raumschiff, wechselt zwischen diversen Waffensystemen und ballert damit auf sämtliche UFOs, welche sich dem Weltraum-Piloten in den Weg stellen. Insgesamt lassen sich so zehn verschiedene Gegnertypen auf drei Levels ins Universum befördern. Das Game wurde innert 500 Stunden entwickelt. Weitere Fakten zum Entstehungsprozess des Spiels entnehmt ihr dieser ansprechend aufbereiteten Case-Study.

Doch nun genug der schnöden Theorie, macht sie nieder, diese Spaceinvader und «Shoot em all up!»

Santatracker: Der Weihnachtsmann kommt durchs Kabel.


Noch knapp drei Wochen und dann liegen sie wieder fein säuberlich aufgetürmt vor dem Weihnachtsbaum (darunter haben sie schon lange keinen Platz mehr). Doch bis sie der Weihnachtsmann dort abladen kann, bleibt noch viel zu tun.
Falls du kaum mehr warten kannst und du wissen magst, wo sich der beliebteste Bartträger gerade aufhält, kannst du auf Googles Santatracker seine Reise verfolgen.

Es handelt sich hierbei um einen virtuellen Adventskalender und wie es so Tradition ist, verbirgt sich hinter jedem Türchen eine originelle Überraschung. Die kurzweiligen Spiele und lustig animierten Filme sind allesamt in HTML5 umgesetzt und lassen sich so auch auf den gängigen mobile Devices geniessen. Viel Spass!

Facebook-App vergreift sich in Privatsphäre

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Seit einigen Tagen steht, in Googles Playstore, eine neue Version der Facebook-App zum Download bereit. Doch mit dieser Aktualisierung geht das Unternehmen den entscheidenden Schritt zu weit und es wird höchste Zeit, sich dieser App entgültig zu entledigen! Es ist ja mittlerweile allgemein bekannt, dass Facebook die Privatsphäre seiner Mitglieder mit Füssen tritt. Nun geht das Unternehmen aber so weit, dass Nutzer bei der Installation der App Zugriff auf SMS und MMS – also auf Inhalte, welche keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Netzwerk haben – gewähren müssen. Doch dies ist dem Unternehmen noch lange nicht genug, zusätzlich gibt man der App auch gleich noch den vollen Netzwerkzugang. Facebook ist nach dem Upgrade also im Stande, WLAN-Verbindungen zu trennen oder – entgegen den Nutzereinstellungen – wieder aufzubauen. Befindet sich also ein Device beispielsweise im Ruhemodus, könnte Facbook die Verbindung wieder herstellen und im Hintergrund in aller Ruhe persönliche Daten absaugen … Im www ist man sich jedenfalls einig: «Was zu weit geht, geht zu weit!»

Da die Facebook-App generell als Stromfresser gilt, hat es sich für mich mit dieser App – auch in der iOsphäre – jedenfalls entgültig erledigt. Und tschüss!

Facebook-App, nein danke!

Fragt sich nur, welche Daten gelöscht werden … Facebook-App, nein danke!

Bitstrips: Aktueller Social-Community-Trend

Net Diver, Bitstrips

Net Diver, Bitstrips























Im Social Community-Bereich scheint sich ein neuer Trend breit zu machen. Bitstrips ist eine intuitiv bedienbare App, in welcher man einen Avatar, nach seinem persönlichen Ebenbild, gestalten kann. Anschliessend sucht sich der Nutzer eine Alltagsszene aus und teilt sein Comic-Ego via Facebook, Twitter und Co. mit Freunden.
Schon das Zusammenstellen des Comic-Selfie macht Spass und lässt einem schnell einmal die Zeit vergessen. Die App ist übersichtlich, intuitiv und sympathisch gestaltet und bietet eine Fülle an Auswahlmöglichkeiten.

Suchaufkommen, Bitstrips

Suchaufkommen, Bitstrips

So richtig kann sich niemand den plötzlichen Erfolg dieser kanadischen App erklären. Sie existiert nämlich bereits seit ca. 10 Monaten, taucht in Europa aber erst seit zwei Monaten vermehrt in verschiedenen sozialen Netzwerken auf.

Bitstrips ist kostenlos und lässt sich auf iOs oder Android-Devices installieren. Anschliessend setzt man seinen persönlichen Avatar in verschiedenen, vorgefertigten «Alltagsszenen» dar und teilt diesen mit Freunden aus der Bitstrips-Community oder auf Facebook. Schliesst man sich mit Freunden aus der Community zusammen, lassen sich diese Alltagsszenen auch gemeinsam bestreiten und so lustige Erlebnisse illustrieren. Die Comics können auch mit eigenen Sprechblasen versehen werden. Und jetzt wünsch ich euch viel Spass mit eurem Comic-Selfie! Vielleicht trifft man sich.

BestOfSwissApp: And the winner is …!

Liquid Sketch!!!

Liquid Sketch; Game mit Suchtpotential

Liquid Sketch; Game mit Suchtpotential

Gestern war es soweit. Im Aura, Zürich wurde die erste Award-Night «Best of Swiss Apps» abgehalten. Alles was in der Schweizer Appszene Rang und Namen hat, versammelte sich in einem dem Anlass entsprechenden Festsaal. Eine Fachjury hatte zuvor in einem kontrovers geführten Prozess die Gewinner in den 10 Kategorien definiert, welche den über 300 Gästen ab 19 Uhr von den jeweiligen Juryheads feierlich präsentiert wurden.

Folgende Apps holten erstmals die begehrte Trophäe:

  • Kategorie News: Nachtschichten (Auftraggeber und Auftragnehmer: Zürcher Hochschule der Künste)
  • Kategorie Travel: Uepaa! (Auftraggeber und Auftragnehmer: Uepaa AG)
  • Kategorie Enterprise: Partners Group iPad Information Platform (Auftraggeber: Partners Group, Auftragnehmer: MP Technology)
  • Kategorie Enterprise: Partners Group iPad Information Platform (Auftraggeber: Partners Group, Auftragnehmer: MP Technology)
  • Kategorie Entertainment: Swisscom TV App (Auftraggeber: Swisscom Schweiz AG, Auftragnehmer: Youngculture)
  • Kategorie Knowledge: Appolino Plus & Minus (Auftraggeber: Lehrmittelverlag St.Gallen, Auftragnehmer: Lernetz)
  • Kategorie Public Affairs: Meteoswiss (Auftraggeber: Meteoschweiz, Auftragnehmer: Ubique Engineering)
  • Kategorie Business: Comparis-Immobilien-App für Windows 8 (Auftraggeber: Comparis, Auftragnehmer: Zühlke Engineering)
  • Kategorie Productivity: Sennheiser – App der Sennheiser-Gruppe LSP 500 Pro (Auftraggeber: Sennheiser, Auftragnehmer: Nose Design)
  • Kategorie Lifestyle: Grand Prix von Bern (Auftraggeber und Auftragnehmer: Approppo)
  • Kategorie Games: Liquid Sketch (Auftraggeber: Privat, Auftragnehmer: Tobias Neukomm)

Moderiert wurde der Abend von Annina Campbell (SRF). Ein besonderes Highlight war der Gastbeitrag von Christof Zogg (Microsoft Schweiz). In einem kurzen, pointierten Speech legte er dem Publikum sechs Thesen dar, wo Microsoft in den kommenden Jahren weiteres Goldgräber-Potential sieht und wie sich die Appszene insgesamt entwickeln wird. Selbstverständlich kam Zogg nicht umhin, den anwesenden Entwicklern den Hof zu machen, damit diese künftig ihre Apps im Windows-Store platzieren. Er tat dies jedoch in einer charmanten Art und Weise, so dass ihm niemand diese Balz übel nehmen konnte.

Masterwahl

Als Höhepunkt des Abends wurde aus sämtlichen Kategorien-Gewinnern die absolute Master-App bestimmt. Wobei der Gewinner die Fachjury (50%) und die anwesenden Gäste (50%) überzeugen musste. Das Rennen für die beste App 2013 machte am Ende die Game-App «Liquid Sketch» von Tobias Neukomm. Er war die einzige Einzelperson, welche überhaupt eine Kategorie für sich entscheiden konnte und hat mit seiner Physik-App letzten Endes alle überzeugt.

Potential nach oben

Insgesamt war es ein gelungener und – wie man es sich von Claudio Dionisio (Präsident BoSA, BoSW) gewohnt ist – bestens organisierter Anlass. Einzig die Qualität der eingereichten Projekte liess bei den Juroren insgesamt noch den einen oder anderen Wunsch offen. Bis auf zwei, drei Kategorien waren zu viele Me-Too-Projekte dabei. Auch Innovationen suchten die Fachleute oft vergebens. Was den Juroren sonst noch alles aufgefallen ist und wo sie noch Entwicklungspotential ausmachen, lest ihr in der aktuellen Ausgabe der «Netzwoche».

Geheimdienste stecken unter einer Decke

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Als vor einigen Monaten ein inzwischen einschlägig bekannter Edward Snowden die Weltöffentlichkeit über die Machenschaften der amerikanischen Geheimdienste und insbesondere des NSA aufklärte, wurde dies von den Medien zwar aufgenommen, die Politiker dieser Welt wiegelten jedoch allesamt gleich ab. Von #Neuland war die Rede, dass es nicht zum guten Ton gehöre, wenn man in die Privatsphäre von Bürgern «befreundeteter» Staaten eindringe. Wer aber nichts zu verbergen habe, habe  schliesslich auch nichts zu befürchten, war der einhellige Tenor.
Gleichzeitig wurde Snowden zum – sieht man mal von einer Hand voll alQaida-Schergen ab (ups ich habe doch tatsächlich den Namen ausgeschrieben, den man nicht schreiben darf) – meist gesuchten Mann auf unserem Globus. Als Landesverräter stand (steht er noch immer) da. Kein Land mag ihm Asyl gewähren, weil man es sich ja mit den allmächtigen Amis nicht anlegen will. Doch eigentlich sollten die Regierungen dem Mann allesamt dankbar sein, dass endlich mal jemand dokumentieren kann, was der aufgeklärte Bürger schon lange ahnt.

Der wahre Grund, weshalb Politiker allesamt diesen Ball lieber flach halten wollen, ist wohl, dass die Geheimdienste dieser Welt alle unter einer Decke stecken und sich die Daten der überwiegend unbescholtenen Bürger gegenseitig zu schieben. Vom Milliarden GB schweren Datenkuchen fallen genügend Krümel für lokale Schnüffler ab, so dass es ziemlich peinlich wäre, käme plötzlich ans Licht, dass sämtliche Geheimdienste lange nicht mehr nur potentielle Terroristen im Visier haben, sondern längst von einer Datenflut an Informationen über die unbescholtene (eigene) Bevölkerung überspült wurden. «Nichts, was wir je im Internet gemacht haben und weiterhin tun werden, geht den Schnüfflern mehr durch die Lappen!» Interessanterweise konnten aber gerade die Boston-Bomber nicht von ihrem Anschlag abgehalten werden, obwohl sie den Geheimdiensten eigentlich bereits ins Netz gegangen waren. Da sie aber danach plötzlich im Internet nicht mehr aktiv waren, wurden sie von der Watchlist gestrichen. Man muss ja schliesslich die vom Steuerzahler subventionierten Staats-Ressourcen vernünftig koordinieren.

«Ist ja gar nicht so schlimm, ich habe ja nichts zu verbergen», wird sich der eine oder die andere LeserIn nun denken. Was ist aber, wenn sich heute gültige Regeln eines Tages ändern und es beispielsweise – siehe Russland – einfach reicht, homosexuell zu sein, damit man über Jahre weg gesperrt werden kann? Wo bleibt das Recht auf freie Meinungsäusserung, wenn man an amerikanischen Flughäfen fest gehalten und in den Knast gesteckt wird, nur weil man im Land eine «Bombenparty» steigen lassen will und dies dummerweise kurz vor dem Abflug über Twitter verbreitet hat? Und wenn wir schon dabei sind, wie verhält es sich mit der Pressefreiheit, wenn Internet-Traffic und Mail-Verkehr von Redaktionen durch staatliche Institutionen systematisch abgegriffen und mit gelesen werden?
Würden sexuelle Präferenzen nicht über Nacht zum Thema, sollte sich der Gelegenheits-XXL-Seiten-Besucher entscheiden, in die Politik einzusteigen? In England beispielsweise steht bereits ein Gesetz in den Startlöchern, welches den Konsum von Porno im Internet unterbinden will, indem es mündige Bürger dazu zwingt, sich bei einer Behörde zu melden, falls sie sich weiterhin Erwachsenenfilme im Netz anschauen wollen, nachdem diese Sites flächendeckend gesperrt wurden … Was, wenn man plötzlich über Nacht der falschen Religion angehört? Hatten wir das nicht alles schon mal in Europa? Und wie sieht es denn eigentlich mit  Wirtschaftsspionage aus? Der Cyber-War ist längst im Gange und niemand verfasst Reglemente, Gesetze oder internationale Abkommen rund ums Thema «digitaler Datenverkehr im Internet».

Dabei sollte das Thema den Politikern aller Länder auf Jahre hinaus genügend Stoff für ihr Partei-Programm bieten. Doch, weit gefehlt! Niemand wagte es bis anhin, diese heisse Kartoffel anzufassen. Bis just zu jenem Zeitpunkt, als bekannt wurde, dass auch #Merkelphone abgehorcht wurde. Ui, war nun die Empörung gross!!! Heieiei, was war das für ein Skandal! Nicht mal mehr Frau Merkel konnte ungestört mit Freunden und Bekannten – über ihr ungesichertes Telefon – tratschen. Der geneigte Beobachter mag sich über die Naivität der Frau Bundeskanzlerin wundern. Die mächtigste Frau dieser Welt labert also 2013 noch schnurlos über ein ungesichertes Telefon? Einen Skandal mag ich hier aber beim besten Willen keinen sehen. In diesem Bereich gehört die Gegenseitige Spionage seit Jahrzehnten zum guten Ton, egal ob Freund oder Feind. Die flächendeckende Überwachung von Privatpersonen ist aber neu, einer Demokratie unwürdig und mit der Power heutiger Technologie schlicht einzigartig!

Sei’s drum, für die Medien ist der aktuelle Aktivismus der Geheimdienste seit dem «Outing» von Snowden immer ein Thema. Dass man dieses mit Hilfe moderner (Internet)-Technologien durchaus spannend, nachvollziehbar und multimedial veranschaulichen kann, beweist «The Guardian» mit diesem Artikel auf eindrücklichste Weise:

NSA FILES DECODED: What the revelations mean for you.

iWork gratis Updaten

iworkAuf den ersten Blick scheint man im Hause Apple aktuell die Spendierhosen zu tragen. Die neue Hardware wird günstiger, mit OSX Mavericks wurde vor wenigen Tagen das neue Betriebssystem ausgeliefert und steht ebenfalls zum gratis Download bereit und nun ist auch das Update von iWork (Pages, Numbers, Keynote) und Aperture für lau zu haben.

Apple begründet diesen Schritt mit Problemen beim Update von alten Program-Versionen. Aus diesem Grund wurden nun die Schrauben bei der Erkennung von vorhandener Software gelockert. Diese Lockerung ging nun sogar so weit, dass auch Demoversionen im Handumdrehen in kostenlose Vollversionen «umgewandelt» werden können. Zu diesem Zweck laden sich Anwender eine Testversion von iWork runter. Anschliessend wird die Systemsprache auf englisch umgestellt und der AppStore aufgerufen. Die drei genannten Programme finden sich nun zum Gratis-Download bereit. Anschliessend kann die Systemsprache wieder wunschgemäss umgestellt werden und schon ist man im Besitz einer legalen Vollversion der Programme.
Gemäss offiziellem Statement aus Cupertino ist Apple durchaus bewusst, dass nun die Möglichkeit besteht, seine Raubkopie in eine Kaufversion umzuwandeln. Der Konzern lässt deshalb verlauten: «Wir glauben dass unsere Nutzer ehrlich sind, auch wenn das nicht immer wahr ist.»

Ikonica; kleines Helferlein mit grossem Nutzen

Im AppStore tummeln sich mittlerweile 100tausende von Apps. Da kann es leicht passieren, dass einem die wirklich nützlichen Helferlein durch die Lappen gehen. Solltest du der Gilde der App-Designer, Grafiker oder Illustratoren angehören, hast du bestimmt auch schon das eine oder andere Icon entworfen, welches später die App im Store repräsentieren sollte. Doch wie das kleine Symbol aufs Device bringen, damit schnell einmal kontrolliert werden kann, was das Pictogramm auf dem Screen so her macht?
Hier springt Ikonica in die Breschen. Die App gibt es in einer OSX- und einer iOs-Version. Einmal runter geladen, startet man diese auf dem Desktop auf, wo auch gleich eine fünfstellige Zahl erscheint. Diese tippt man anschliessend auf dem Device ein, nachdem auch dort die App aufgestartet wurde. Einen Augenblick später erscheint dann auch bereits das Icon in drei verschiedenen Auflösungen auf dem iPad/iPhone und kann dort gleich am «lebenden Objekt» auf Qualität und Aussehen überprüft werden. So wird das Testen von Icons für iOs Devices zum Kinderspiel.

Das Beste folgt ja bekanntlich immer zum Schluss. Die App Ikonica ist für einen begrenzten Zeitraum kostenlos im AppStore erhältlich!