Next Issue Zeitschriften à discretion.

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Die Lancierung des iPad versetzte die Verlage und Medienhäuser dieser Welt in helle Aufregung. Der Tablet-Computer sollte zum Heilsbringer der darbenden Printmedien werden. Nun, etwas mehr als ein Jahr später, macht sich Ernüchterung breit. Die gute Nachricht: Gemäss einer PWC-Studie wird auf dem Tablet gelesen. Printleser nutzen iPad und Co. häufiger für den Medienkonsum als etwa Facebook oder Twitter. Die ernüchternde Erkenntnis, er will dafür wenig bis nichts bezahlen.

Insbesondere in den USA scheint der Leser kaum etwas für Bezahl-Content ausgeben zu wollen. Die Botschaft an die Verleger ist also eindeutig. Diese Botschaft hat nun das US-Unternehmen «Next Issue Media» aufgenommen und in den Staaten eine App auf den Markt gebracht. Mit dieser ist es nun möglich für 10 Dollar so viele Magazine zu lesen, wie der Verlag in seinem Sortiment führt. Im Fall der erwähnten Unternehmung reicht das Angebot von «People» über «Sports Illustrated» bis zu «Time». Insgesamt 39 Titel werden dem Leser angeboten. Er erhält also sozusagen eine Magazin-Flatrate.

In Amerika wurde dieses Konzept erneut euphorisch aufgenommen und als Revolution in der amerikanischen Medienlandschaft beschrieben. Ob sich dieses Konzept auch hierzulande durchsetzen mag, wird die Zeit weisen. Es scheint mir aber sicher ein interessanter Ansatz mit realen Chancen.