Warum ist die Qualität vieler Magazine auf dem neuen iPad so schlecht?

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Die Spatzen pfiffen es schon lange vom Dach. Das iPad wird schon bald einen Retina-Bildschirm erhalten! Was «Insider» seit langem ahnten, wurde Anfang März mit Fahnen und Fanfaren lanciert. Das «neue iPad» verfügt nun also über einen hochauflösenden Bildschirm (2048 x 1536 px). Mit der aktuell doppelten Bildschirmauflösung gegenüber den vorgänger iPads werden Games, Grafiken und Bilder brillant und gestochen scharf dargestellt.

Doch wie kommt es, dass ausgerechnet der überwiegende Teil an fürs iPad produzierten Magazinen und Broschüren verpixelt und schlecht lesbar auf dem Tablet erscheinen? Die lapidare Erklärung: Sie wurden explizit für die alten iPads hergestellt! Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Ansätze, wie iPad-Apps entwickelt werden. Zum einen können Layouter und Grafiker ihre Magazine weiterhin mit den herkömmlichen Programmen gestalten und diese als einzelne Bilder exportieren. Andererseits lassen sich diese Erzeugnisse mittels HTML und sogenannten Webkits erstellen. Während die erste Variante eine maximale Kontrolle über das Layout gewährt, ist man mit der zweiten flexibler und kann das Datenvolumen massiv reduzieren.

Damit nun also all die «Wireds», «Projects» und «New Yorker» wieder gewohnt gestochen scharf auf dem Tablet erscheinen, müssen sich die jeweiligen Redaktionen nun entscheiden, was ihnen lieber ist. Doppelt so viel Datenvolumen als bei den bisherigen Publikationen oder den Export ihrer Daten in PDF- oder HTML-Dokumente.

Dass es auch Publikationen gibt, welche bereits heute iPad3-ready sind, beweisen die Broschüren von Schweiz Tourismus, welche bereits seit Ende Februar in Apples App-Store frei verfügbar sind.

Steve Jobs – Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers

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Ich kann mich noch gut entsinnen, wie grundlegend die erste Begegnung mit einem Mac mein Leben veränderte. Genau genommen handelte es sich um den Macintosh IIci. Und obwohl es sich bei diesem Computer und bei den folgenden bis 1997 um Geräte der Post-Jobs-Ära handelte, fasste ich – freiwillig – seit diesem Tag anno 1989 keinen PC später «Win-Dose» mehr an.

Zugegeben, es handelte sich in jener Phase, gelinde gesagt nicht um die besten Jahre von Apple. Die Maschinen waren hässlich, das Betriebssystem bald in die Jahre gekommen und Abstürze gehörten zur Tagesordnung. Hätte man Jobs 1997 nicht wieder ins Unternehmen zurück gebeten, wäre der völlig überteuerte, pothässliche PowerMac 9600 wohl meine letzte Maschine aus dem Hause Apple gewesen.
Doch kaum war Jobs wieder an Bord, wurde ausgemistet. Das Betriebssystem wurde grundsaniert, die Computer erstrahlten bald in einem innovativen Design und die Anwender konnten sich wieder damit beschäftigen, was sie mit dem Gerät machen wollten und nicht mit der Maschine selber. Mag sein, dass wir «Apple-Jünger» in den letzten Jahrzehnten ab und an verblendet wirkten aber hey, es gibt schlimmere Krankheiten als eine bis zur letzten Schraube druchgestylte Livestylemaschine im Wohnzimmer. Ach ja, mit meinem – von Amerika importierten – iPhone war ich 2007 einer unter den ersten 400 Exoten in der Schweiz, welche sich auf den ersten Touch in dieses Device verliebte.

So war es naheliegend, dass ich mir bald schon die autorisierte Biografie von Jobs in der Buchhandlung besorgte. Ja, ihr habt richtig gelesen, trotz iPad kann ich mich als ehemaliger Jünger Gutenbergs noch immer für gedruckte Bücher begeistern.
Auch wenn mir bereits viele Geschichten aus Jobs Leben bekannt waren, war ich auf die einzige autorisierte Biografie gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Phasenweise schien es Isaacson zwar etwas gar wichtig zu sein, zu betonen, was für ein A*** Jobs unbestritten war. Es war ja allgemein bekannt, wie cholerisch und vernichtend er Mitarbeiter in Meetings fertig machen konnte. Sozialkompetenz war nie seine herausragende Stärke. Dies mussten viele Weggefährten erfahren, welche von ihm umgarnt wurden, so lange sie in seinen Visionen eine Rolle spielten, jedoch wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen wurden, sobald sie ein zu grosses Ego entwickelten oder ihnen schlicht der «Durchblick» abhanden kam.

Insgesamt ist die Biografie jedoch ein spannendes, unterhaltsames Werk und sie liest sich auch für nicht Apple-Jünger phasenweise wie ein Roman. Handelt es sich hierbei doch um ein grosses Stück digitaler Zeitgeschichte. Windows – die schlechte Kopie von OSX – würde es zumindest in dieser Form nicht geben, ohne das Betriebssystem aus dem Hause Apple. Wir würden Computer möglicherweise heute noch mittels Komandokonsole (grüne Schrift auf schwarzem Bildschirm) steuern. Nix mit Dropdown-Menus, Desktop oder modifizierbaren Fenstern (Windows;O).
Ganz zu schweigen von einfach zu bedienenden MP3-Playern, Devices mit Touchscreens, iTunes und Tablett-PCs. Ich kann die Biografie auch jenen empfehlen, welche sich nicht jeden Abend das iPhone unters Kopfkissen legen.

Das Buch zeichnet ein Bild von einem getriebenen und kontroversen Menschen, welcher mit seinen Visionen regelmässig die digitale Zukunft geprägt hat. Es führt Zusammenhänge im digitalen Universum in komprimierter Form auf. Man erfährt einiges über gelungene aber auch gescheiterte Unternehmensstrategien und es ist nicht zuletzt ein persönliches Tagebuch. Ich kann mich jedenfalls noch gut daran erinnern, wie begeistert ich meinen farbigen iMac ausgepackt hatte und mich darüber wunderte, dass ich damit keine Audio-CDs brennen konnte. Dafür war der automatische Einzugschlitz für CDs richtig sexy …

Der Tod von Jobs kam – nach langem Leiden – schliesslich nicht überraschend, trotzdem ist zumindest die digitale Welt wohl um seinen grössten Visionär ärmer geworden. Zwar hat Apple für die nächsten vier Jahre noch Produkte in der Pipeline, welche unter der Ägide von Jobs entwickelt wurden. Danach wird sich jedoch weisen, ob Cook mehr als nur ein Verwalter von Jobs Erbe sein kann.

 

 

 

 

Publishing Suite Single Edition.

Regelmässigen Lesern dieser Kolumne wird es kaum entgangen sein, dass mir in der Produktepalette Adobes «Digital Publishing Suite» eine entscheidende Variante gefehlt hat. Deshalb habe ich mich mehrmals direkt bei Adobe darüber informiert, welche Optionen Grafiker und KMUs wählen sollen, welche sich keine «Professional Edition» leisten können (ca. CHF 6000).

An der MAX vom 3. Oktober liess Adobe nun die Katze aus dem Sack. Ab Ende November wird in Amerika die Palette um die «Publishing Suite Single Edition» erweitert. Hierzulande wird man sich noch bis Anfang nächstes Jahr gedulden müssen. Mit diesem Package ist es nun auch kleinen Agenturen möglich für 400 Dollar (Preis in CHF noch nicht bekannt) einzelne digitale Geschäftsberichte, interaktive Broschüren oder animierte Präsentationen zu entwickeln, welche sie anschliessend über den App-Store verbreiten können. Besitzer der Creative Suite 5.5 profitieren dann vom gesamten Leistungsumfang der «Professional Edition» und entwickeln digitale Broschüren ohne eine einzelne Zeile zu coden.

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Am 6. Oktober 2011 hat Steve Jobs seinen langjährigen Kampf gegen den Krebs verloren. Kein anderer hat unseren Umgang mit Computern und digitalen Gadgets nachhaltiger geprägt. Die Schweiz ist Apple-Land. 52% aller verkaufter Smartphones in der Schweiz sind iPhones. Dazu kommen iPod, iMac und das jüngste Kind aus dem Hause Apple, das iPad.

Meine erste Begegnung mit einem Mac war 1988 und es war eine Offenbarung. Ohne diese einfach zu bedienenden und später immer schöner anzuschauenden Computer wäre bestimmt nicht nur meine berufliche Entwicklung komplett anders verlaufen. Danke Steve Jobs! «You changed my work into hobby.»

Das Time Magazine hat zum Andenken an Steve Jobs eine iPad-Edition zum Leben des begnadeten Marketing-Strategen und kompromisslosen Perfektionisten heraus gegeben. Es ist im App-Store für 5 Dollar erhältlich.

WIRDED Deutschland.

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Seid wenigen Tagen ist nun auch eine deutsche Ausgabe des Trendmagazins «WIRED» auf dem Markt erhältlich. Insgesamt orientiert diese sich nach dessen englischsprachiger Ausgabe. Die App ist Gratis, für das Magazin müssen jedoch Euro 2.99 bezahlt werden. Waren die ersten Ausgaben des Lifstyle-Magazins noch innovativ und überraschend, kann dies von der deutschen Ausgabe nicht behauptet werden. Noch immer müssen zuerst ganze 663 MB Daten aufs Tablett geladen werden. Ist der Speicherfresser erst einmal installiert, kann das Magazin angeschaut werden. Die App wurde als Bibliothek aufgebaut, was darauf schliessen lässt, dass weitere Ausgaben möglich sind. Ob und wann eine nächste Version des Magazins erscheinen wird, macht der Verlag (Condé Nast) vom Feedback der Leser abhängig.

Die Bedienung des Mags macht eingefleischten Tablett-Lesern kaum mehr Mühe. Neulinge könnten jedoch vom Umfang der Bedienungselemente schnell einmal überfordert sein. Im Grossen und Ganzen scheint bei der ersten D-Version des Magazins Form vor Inhalt zu gehen. Dieser ist nämlich im überwiegenden Fall belanglos. Magazine wie «Project» sind inzwischen weit näher am Puls der technischen und gestalterischen Präsentation von multimedialen Inhalten. Sollten die Reaktionen der Leser nicht besser als meine ausfallen, darf man sich wohl kaum auf eine weitere deutsche Ausgabe von «WIRED» freuen.

DONE ist fertig.

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Mit DONE ist ein weiteres, innovatives Magazin für Tablett-PCs erschienen. Es handelt sich dabei um ein Portfolio respektive um Konzeptarbeiten des Studiengangs «Bachelor of Arts/Kommunnikationsdesign» an der FH Düsseldorf. Die Arbeiten entstanden im Zeitraum zwischen 2008 bis 2011 und wurden ausschliesslich mit InDesign und Adobes Digital Publishing Suite erstellt.
Wie zu erwarten, wurde vor allem auf Form und Farbe geachtet, dabei ist die Nutzerführung ein wenig auf der Strecke geblieben. Trotzdem zeigen die Arbeiten dem geneigten Leser, in welcher Form Typografie auch in den neuen Medien eine zentrale Rolle spielen. Das Magazin ist Inspirationsquelle und macht Lust auf mehr. Es kann über den AppStore bezogen werden und ist gratis.

Umschuldung, Rettungspaket, Schuldenschnitt … Bitte was?

Seid Wochen beschäftigt uns die Euro-Krise. Dabei geistern immer neue Begriffe durch die Medien, anhand welcher uns diese Wirtschaftsbremse erklärt werden soll. Mit sanfter Umschuldung, Rettungspaket, -schirm und Schuldenschnitt seien an dieser Stelle nur einige erwähnt. Doch, wer blickt dabei überhaupt noch durch? Wie soll das gemeine Volk verstehen, was uns Politiker schön reden wollen?
«explainity» hat sich nun angeschickt, uns die aktuelle Krise mit einfachen Bildern verständlich zu machen. Dabei wird klar, das Loch an neuen Begriffligkeiten ist wohl noch lange nicht voll. Begriff sechs, sieben, acht … werden folgen, wie die nächsten Länder, welche Unterstützung von Europa benötigen.

Mit dem xml-Generator organisieren Sie Folios im Handumdrehen.

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All jene, welche bereits seit der Prerelease-Phase der Adobe Digital Tools Dokumente für Tablets erstellen, werden seit einigen Wochen ein Feature schmerzlich vermissen. Bevor Adobe die finale Version der Publishing Suite veröffentlicht hat, war es nämlich möglich, einzelne Artikel mittels «Folio Bundler» mit Metadaten zu versehen und deren Reihenfolge nachträglich per Drag & Drop neu anzulegen. So weit, so gut. Diese Funktion ist nun eben allen Usern vorbehalten, welche sich die «Digital Publishing Suite» leisten können. Dem grossen Rest wurde zugemutet eigenhändig ein sidecar.xml anzulegen. Wenn Sie zu jenen Hardcore-Codern gehören, welche sich täglich ein .xml-file aufs Brot streichen, können Sie an dieser Stelle getrost weglesen.

Ist xml für Sie jedoch ein Buch mit sieben Siegeln und verhindert die Euro-Krise ein Enterprise-Abo der DPS, können Sie sich nun entspannt zurück lehnen. Ein gewisser Johannes Henseler hat sich nämlich die Mühe gemacht und diesen xml-Generator nachgebaut. Auch wenn Adobe das Sortieren per Drag&Drop mit der neuen Version des «Folio Builders» wieder möglich gemacht hat, bleibt das Verwalten der Metas weiterhin umständlich.

Mit dem xml-Generator hat das Leiden nun aber ein Ende. Hier können Sie die Ordner-Struktur anlegen. Die Folios in einem Aufwisch beschriften, konfigurieren und sortieren, ohne dass sich von Artikel zu Artikel hangeln zu müssen. Ist die Liste erst einmal erstellt, lassen sich die xml-Daten per Klick exportieren. Anschliessend legen Sie eine xml-Datei an, legen diese in einen eigenen Ordner und importieren diesen in den «Folio Builder». Fertig. Wie Sie das xml mit Ihrer Datei verknüpfen, erfahren Sie hier.

Ein Muss für alle Digital Publisher! This tool makes you happy!

Update: Folio-Builder-Panel.

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Vor einigen Wochen habe ich mich an dieser Stelle bereits dazu geäussert, dass Adobe in der finalen Version der Publishing Tools einige nützliche Features verschwinden liess. Dazu gehört die Möglichkeit, die Reihenfolge einzelner Seiten per Drag & Drop zu verändern. Mit dem aktuellen Update des Folio-Builder-Panel reagiert Adobe nun auf die Bedürfnisse ihrer Anwender. Dies freut vor allem User, welche nicht über die gesamte Publishing Suite verfügen. Lassen sich Dokumente nämlich in der DPS-Cloud noch nachträglich reorganisieren, wurden diese Funktionen unter acrobat.com nach dem Prerelease entfernt. Eine nachträgliche Strukturierung der Dokumente war also nur noch umständlich und über die sogenannte «sidecar.xml» möglich.

Weitere Funktionen welche Sie nach einem Update erhalten sind; Freigaben wieder aufheben und das erstellen von Dateien mit Grössen bis zu 1GB (früher 100MB). Da der Builder-Panel-Installer nun losgelöst vom Producer-Tools-Installer funktioniert, kann Adobe diese Services nun weiterentwickeln, ohne jedes Mal eine Freigabe des Viewers abwarten zu müssen. Für die Anwender bedeutet dies, Sie können diesen Update ohne Komplikationen durchführen!

Link zum Download des Folio-Builder-Panel

Websiteboosting trotz kleinem Budget

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Wenn Sie heutzutage Ihre Webpräsenz bekannt machen wollen, muss vieles stimmen. Eine gute Website allein garantiert noch lange keine Erfolgsstory. Steht Ihre Page erst einmal im Netz, hängt einiges von einer geschickten Marketingstrategie ab. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass sich schon bald sogenannte SEO-Spezialisten bei Ihnen melden werden, welche Ihnen – für viel Geld – die Sterne aus der Webgalaxie holen wollen. Wenn Sie aber einen kleinen Onlineshop betreiben, fehlt Ihnen möglicherweise das nötige Kleingeld. Anhand des Schmuck-Shops «pearlonline.ch» beschreibe ich, wo Sie selber – trotz kleinem Budget – den Hebel ansetzen und Ihre Page bekannt machen können.

Bestandesaufnahme
Bevor Sie mit der Planung von Marketing-Massnahmen loslegen, sollten Sie sicher sein, dass mit Ihrem Angebot alles stimmt. Sind beispielsweise sämtliche Artikel im versprochenen Zeitraum lieferbar?

Überzeugt der USP (Unique Selling Proposition)?
Mit USP ist das Alleinstellungsmerkmal gemeint. Welche Artikel in Ihrem Shop sind einzigartig? Was unterscheidet Ihre Produkte von jenen der Konkurrenz? Verfügen Sie über ein Angebot welches einen Bericht im lokalen Anzeiger wert ist? Ein guter USP und die damit verbundene Medienpräsenz sind beinahe unbezahlbar.

Auf die Präsentation kommt’s an
Bevor Sie loslegen, sollten Sie folgende Fragen beantworten können: Stimmen Markenbild und Internetauftritt überein? Sprechen Sie Ihre Zielgruppe an? Ist der USP optimal in Szene gesetzt? Verfügen Sie über die Tools, um Ihre Kunden auf längere Zeit binden zu können?

Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Zu diesem Thema habe ich mich bereits ausführlich geäussert.
Ihr Angebot mag noch so überzeugend erscheinen, der Webauftritt professionell umgesetzt sein, wenn Sie nicht gefunden werden, bleiben Sie auf Ihren Artikeln sitzen. Wurde Ihre Page also nicht von Beginn weg für Suchmaschinen optimiert, erreichen Sie mit keinem Budget den gewünschten Erfolg.

Bezahlablauf
Umfragen zeigen, dass sich ein Grossteil potenzieller Kunden während des Bezahlvorgangs bei Onlineshops verabschieden. Stellen Sie deshalb Ihren Kunden möglichst viele Bezahloptionen zur Verfügung. Je weniger Alternativen Sie anbieten, desto weniger werden Sie verkaufen. Hier gilt es also Nutzen und potenziellen Schaden gegeneinander abzuwägen. Wollen Sie beispielsweise keinen Verkauf auf Rechnung anbieten, vermeiden Sie mögliche Verluste aufgrund nicht bezahlter Rechnungen, verlieren aber auch mögliche Kunden, welche Sie nicht kennen. Auch hier spielt der USP mit hinein. Wenn Ihre Produkte einzigartig sind, können Sie es sich auch leisten, die eine oder andere Bezahlmöglichkeit auszulassen.

Zielsetzung
Damit der Erfolg später messbar ist, benötigen Sie entsprechende Ziele. Diese könnten beispielsweise so aussehen:
– Steigerung des Websitetraffic
– Querlinks auf Themenrelevante Sites
– Gewinnung von Newsletter-Abonnenten
– Finden von Suchbegriffen mit grosser Wirkung für wenig Budget

Umsetzung
Wie bereits erwähnt, je besser Ihr USP, desto grösser Ihre Erfolgschancen. Reden Sie darüber, respektive beschreiben Sie Ihre Vorteile prominent auf Ihrer Webpage. Im Fall von «pearlonline.ch» ist es die hohe Qualität der Schmuckstücke. Jedes Teil ist ein Einzelstück, von Hand hergestellt und erst noch massiv günstiger als entsprechende Artikel im Fachhandel. Diese Vorteile sollten in angemessenem Umfang auf den einzelnen Sites beschrieben werden. Hohe Qualität zu einem vergleichsweise «Schnäppchenpreis» ist immer ein guter Aufhänger. Das beste daran, Sie brauchen bei dieser Massnahme kein Geld in die Hände zu nehmen. Vorausgesetzt, Sie sind in der Lage, ein bis zwei «gerade» Sätze niederzuschreiben.

Links und Printartikel
Sobald Ihre Page entsprechend optimiert ist, sollten Sie dafür sorgen, dass über Sie geschrieben wird. Melden Sie sich mit Ihrem USP bei der Redaktion des regionalen Blattes oder schreiben Sie entsprechende Themenblogs an. Versuchen Sie so zu begehrten Crosslinks zu kommen. Jeder «fremd platzierte» Link ist Gold wert. Bieten Sie den Redakteuren interessante Themen an. Versuchen Sie sich in die Situation der Journalisten hinein zu versetzen. Was könnte den Leser interessieren, verdient es also, in einem Artikel erwähnt zu werden?

Newsletter-Marketing
Sobald Sie einem Kunden etwas verkauft haben, sollten Sie mit diesem in Kontakt bleiben. Bieten Sie zu diesem Zweck einen regelmässigen Newsletter an. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie beim eMail-Marketing besonders achten sollten. Vermeiden Sie jedoch auf jeden Fall, als Spamer wahrgenommen zu werden. Schaffen Sie auch hier Vertrauen, indem Sie in jedem Newsletter etwas zielgruppengerechtes zu berichten haben. Weniger ist hier immer mehr. Lieber einen Newsletter pro Monat versenden, als die Kunden wöchentlich mit Belanglosigkeiten belästigen.

Social Marketing
Ohne Socialmedia kommt heute kein ernstzunehmendes Unternehmen mehr weg. Facebook, Blog und Twitter gehören heute in jede Marketing-Strategie. Setzen Sie eine Facebook-Seite auf und treten Sie mit Kunden in persönlichen Kontakt. Hören Sie ihnen zu und nehmen Sie diese ernst.

AdWord-Kampagnen
Sobald Sie ein paar erfolgsversprechende Suchwörter gefunden haben, können Sie bereits für wenig Geld eine kleine AdWord-Kampagne aufsetzen. Machen Sie sich ein paar Gedanken darüber, was potenzielle Kunden ins Suchfeld von Google, Yahoo oder Bling eingeben könnten, wenn sie Ihre Artikel suchen würden. Beobachten Sie Freunde, Bekannte und Verwandte dabei, was diese ins Suchfeld eingeben und verwenden Sie diese Begriffe in Ihrer Kampagne. Achten Sie dabei darauf, dass die Suchenden auch sofort fündig werden. Das heisst, bieten Sie für jedes AdWord-Inserat passende Landingpages an.

Fazit
Wie Sie gerade lesen konnten, ist es möglich, mit wenig Budget den Bekanntheitsgrad einer Page zu steigern. Was Sie aber auf jeden Fall mitbringen müssen ist Zeit. Legen Sie sich eine Agenda zurecht, wie viel Zeit Sie (wöchentlich) in die eigenen Marketing-Massnahmen investieren wollen. Denn mit den ersten – hoffentlich erfolgreichen – Optimierungsmassnahmen ist es lange nicht getan. Nun sollten Sie diese regelmässig überprüfen, anpassen und weiter optimieren. Nehmen Sie sich diese Ratschläge zu Herzen, sollten sich Ihre Umsätze bald schon merklich steigern.