One more thing …

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Eines sei hier bereits vorneweg erwähnt: «Neuigkeiten wurden am gestrigen Apple-Event keine präsentiert.» Dafür haben sich beinahe sämtliche Leaks und Gerüchte rund um die neue Produkte-Palette als zu real heraus gestellt. Sieht man mal davon ab, dass in Apples Flaggschiffen, iPhone 6 und 6+ nun doch kein Saphirglas verbaut werden soll, lanciert das Unternehmen erwartungsgemäss zwei neue Bildschirmgrössen fürs iPhone, will den Markt mit einem neuen Bezahlsystem aufmischen und steigt es nun – wie längst erwartet – ins Business der sogenannten Wearables ein.

Live geht anders!
Und Apple wüsste eigentlich wie … Am auffälligsten und durchaus überraschend wurde gestern der grösste Faux Pas in Apples Live-Übertragungs-Geschichte wahr genommen! Denn während bestimmt Millionen neugieriger Zuschauer gespannt vor ihren Bildschirmen auf den Live-Stream des Events warteten, brach das System mehrfach zusammen, war zeitweise komplett vom Netz und wurde das Publikum Minuten lang vom japanischen Geschwafel einer Simultanübersetzerin genervt! Nun, hoffen wir mal, dass wenigstens die Hardware das hält, was den verbliebenen Zuschauern gestern vom Apple-Leaderboard im Sekundentakt vor gebetet wurde.

Das schönste, beste, schnellste …

Ob das neue iPhone nun das beste, schönste, schnellste Device der Welt sein wird, entscheidet letztlich der Markt. Mir gleichen die beiden Aushängeschilde in seiner neuen Ausprägung nun zu sehr einem Samsung Galaxy. Dieser Umstand ist vor allem zwei augenscheinlichen Änderungen geschuldet. Apple verabschiedet sich (endlich) wieder vom unhandlichen, kantigen Design und es bringt nun doch zwei Übergrössen, welche scheinbar vom Markt gefordert wurden …

Ob es nun doch auf die Grösse ankommt oder ob weiterhin die inneren Werte zählen, sei erst einmal dahin gestellt. Wer sich in naher Zukunft für die Anschaffung des 5.5-Zoll-iPhones entscheidet, spart sich wenigstens das iPad-Mini. Aber auch die 4.7-Zoll-Variante lässt sich nur noch mit grossen Pranken einhändig bedienen. Ob das im Sinne des Erfinders war, bleibt für immer ein Geheimnis. Ich werde den Apple-Store jedenfalls nicht gleich stürmen, bevor das iPone 6 nicht (wohl in seiner S-Ausprägung, Herbst 2015) das längst fällige Saphirglas verpasst kriegt.
Blendet man nämlich die gebetsmühlenartig vorgetragene Augenwischerei der gestrigen Referenten aus, bleiben zwei grosse, um nicht gleich zu sagen riesige, unhandlich zu bedienende und wohl etwas schnellere iPhones übrig, welche mit Technologien ausgestattet wurden, die zumindest in Europa noch eine ganze Weile kaum Relevanz haben dürften.

Hokuspokus …
Dem Umstand, dass – insbesondere das iPhone6+ – kaum mehr mit einer Hand bedient werden kann, treten die Apple-Entwickler mit einer «ausgesprochen sensationellen» Innovation (einem «Trick») entgegen. Per Doppelklick auf den Home-Button verschiebt sich der gesamte Bildschirminhalt (die Menuleiste) um die Hälfte nach unten (…). Wow …? Zurück bleibt ein hälftig schwarzer Bildschirm und ein fauler Kompromiss, welcher wohl  bestätigt, dass zumindest die Apple-Welt keine Bildschirmübergrössen braucht und sie nun dennoch bekommt. Es bleibt abzuwarten, was sich zuerst vom Markt verabschiedet, das iPad Mini oder die Plus-Variante des iPhones.

Hochstehende Bilder dank neuer Technologie?
Die Kamera bringt weiterhin lediglich 8 Megapixel auf den Chip und soll dank neuer Technologien dennoch für nachweislich bessere Resultate sorgen. Zum einen wurde die Kameralinse mit einem Bildstabilisator ausgestattet. Wobei (nur) beim 6+ die Linse auch physisch «stabilisiert» wurde. Was vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen für ansprechende Resultate sorgen soll. Zum anderen führt Apple sogenannte Focus-Pixel ein. Gewöhnungsbedürftig wird der vorstehende Kamera-Ring auf der Rückseite des Devices sein. Die Auflösung der neuen Devices heisst nun «Retina HD» und weisst beim 6+ eine Pixel-Dichte von 2 Mio. Pixeln auf. Ein eingebauter Sensor misst nun auch Höhenunterschiede und mit den neuen iPhones soll in Bälde bezahlt werden können. Apple Pay nennt sich der neue Dienst, welcher vorerst der amerikanischen Klientel vorbehalten bleibt. In Europa wird dieser jedoch noch weit bis ins 2015 hinein auf sich warten lassen und ob er sich letztlich hierzulande etablieren wird, entscheidet der Markt und hängt nicht zuletzt davon ab, ob die von Apple gemachten Sicherheits- und Privacy-Versprechen auch wirklich eingehalten werden können. In Amerika bezahlt heute kaum mehr jemand mit Bargeld, während die Kreditkarte in unseren Graden nach wie vor um eine Flächendeckende Akzeptanz kämpft. Geld ist mit der neuen Apple-Technologie jedoch bestimmt noch schneller ausgegeben. Und darum geht’s dem freien Markt ja bekanntlich. Die Schuldenberater wird’s freuen … Interessant wäre dabei noch, wie viel Tantiemen bei jeder Transaktion an Apple fliessen?

Zwischenfazit: Die neuen Devices stellen eine solide Weiterentwicklung der iPhone-Linie dar, lassen aber zumindest mich den Apple-Store nicht gleich stürmen. Zumal ich mit der grösse meines 5s mehr als zufrieden bin und jener Fraktion angehöre, welche Übergrössen im Phone-Markt schon immer als überbewertet empfunden habe …

iPhone für Arme oder ich bin auch eine Uhr

Geht es nach Apple, soll unser Handgelenk demnächst mit einem neuen Gadget bestückt werden. Es handelt sich dabei jedoch in erster Linie nicht um ein iPhone für den Arm sondern um einen ausgewachsenen Fitness-Tracker. Denn auch wenn das Gehäuse-Design an ein geschrumpftes iPhone-Classic (also bereits etwas retro) erinnert und deshalb zumindest etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen mag, kann man mit dem Mini-Computer lediglich Telefongespräche auslösen, fürs Plaudern benötigt man (glücklicherweise) weiterhin ein iPhone. Mutet das Gehäuse-Design etwas gar geekig und klobig an, sind es hier definitiv die inneren Werte, welche überzeugen! Apple hat mit der neuen Linie wieder einmal allen gezeigt, wie Livestyle in einer neuen Produkte-Kategorie geht.

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Zeig mir deine Uhr und wir zeigen dir, wer du bist
Dass es sich hierbei unter anderem auch um eine Uhr handelt, ist eher als nebensächlich zu betrachten. Der Markt schreit seit Monaten nach einem multifunktionalen Fitness-Tracker und den wird er Anfang 2015 auch aus Cupertino erhalten. Mit dem neuen Armschmuck wird man künftig bezahlen können, Apple-Devices steuern, Fitness-Werte tracken, SMS (wohl eher Voice-Messages) versenden und auf eine bisher unbekannte Art und Weise mit Freunden kommunizieren. Doch Vorsicht! Ohne iPhone geht nichts! Damit bleibt sich der Konzern mit seinem Konzept des geschlossenen Biotopes zwar treu, ob dies der Marktdurchdringung der Apple Watch jedoch nützt, steht auf einem anderen Blatt. Immerhin «spricht» die Apple Watch auch mit den Phones der 5er-Serie. Fest steht, dass die Apple Watch unendlich individualisierbar sein wird. Die Armbänder werden in zig Varianten ausgeliefert, selbst die Watch gibt es in drei Ausprägungen und auch das Gehäuse ist auswechselbar. Damit die Bedienung des Mini-Computers nicht etwas gar friemelig wird, haben sich die Entwickler eine neue Form der Bedienung ausgedacht. Zentrale Bedeutung wird hier die Bedien-Krone erhalten, welche seitlich am Gerät angebracht wurde und in analogen Zeiten zwecks aufziehen der Uhr diente. Do You Remember?

Die einen freut’s, die andern reut’s.
Fest steht, in den letzten Monaten haben sich Millionen zu Tracking-Junkies entwickelt, mit der Apple Watch kriegt diese Zielgruppe nun ein hochwertiges Produkt an den Arm, mit welchem  jeder F*** überwacht werden kann. Ob sich die «Uhr» jedoch wie von Apple gewünscht etablieren wird, hängt von der Usability, der Akkulaufzeit, dem Privacy-Versprechen und letztlich der Markt-Akzeptanz ab, ob es wirklich nötig ist, dass künftig jeder Pulsschlag gemessen und letztlich in der Cloud platziert werden soll … Die hochpreisige Qualitäts-Uhren-Industrie in der Schweiz wird sich jedenfalls wieder zurück lehnen, während die Unternehmensleitung bei Swatch gestern mehrmals leer geschluckt haben wird. Den Fitness-Tracker-Anbietern hat Apple mit der gestrigen Ankündigung das Weihnachtsgeschäft jedenfalls mächtig versalzen. Nike hat sich, mit seinem Fuel-Band  – auf Rat von Apple – hardwareseitig längst aus diesem Geschäft zurück gezogen. Dafür wurde die entsprechende Software aber bereits fix in iOS8 verbaut, welches ab dem 19. September zum Download bereit stehen wird.

Ach ja, und da war ja noch U2. Gääääääääähn! Wäre Apple hier doch lieber ihrer alten Tradition gefolgt und hätte weiterhin an der Zusammenarbeit mit talentierten Newcomern fest gehalten … Die Selbstdarsteller aus Dublin habe ich inzwischen gesehen und da bin ich bestimmt nicht der einzige.

 

Mit Hyperlapse im Zeitraffer durchs Leben rauschen.

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Noch immer schiessen Apps wie Pilze aus dem Boden. Und so ist es nicht immer leicht, die interessanten Perlen in einem Meer aus Schrott heraus zu picken. «Hyperlapse» ist nun aber endlich mal wieder so eine Perle, welche einer genaueren Betrachtung unterzogen werden sollte. Die App stammt aus dem Hause Instagram und beinhaltet lediglich eine Funktion, welche es aber dennoch in sich hat! Hyperlapse wird nämlich für absolut bemerkenswerte Zeitraffer-Aufnahmen genutzt. Während früher für Aufnahmen solcher Art ein Stativ notwendig war, werden Filme mit Hyperlapse sozusagen freihändig aufgenommen. Ob nun also das Device auf einem Fahrradlenker, im Auto oder auf einem Helm montiert wird, die App liefert am Ende beinahe wackelfreie Resultate. Dies ist möglich, da die Software auf den Bewegungssensor auf dem Smartphone zugreift und so, die Wackler rechnerisch eliminiert.

Wie eingangs bereits erwähnt, kommt diese App aus dem Hause Instagram, welches seinerseits vor zwei Jahren von Facebook aufgekauft wurde. Dennoch lässt sich die App problemlos bedienen, ohne das man dazu genötigt wird, sich bei irgend welchen Diensten zu registrieren. Die Filme bleiben also auf dem Device. Will man seine Kunstobjekte dennoch mit der Community teilen, werden einem aber auch keine Steine in den Weg gelegt und das Filmchen ist in nullkommanix auf Instagram oder Facebook hoch geladen.

Hyperlapse gibt aktuell lediglich für iOS-Devices, Androiden müssen sich noch etwas gedulden.

Italien und zurück für CHF 8.–

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Zugegeben der Titel dieses Beitrages trägt einen tendenziösen Anstrich. Aber als Blogger freut man sich über jeden einzelnen Leser und mit «Navigations-App fürs Handy» lockt man heute kaum mehr jemanden zur Lektüre. Die App welche ich im folgenden beschreibe ist jedoch dermassen begeisternd, dass ich sie schlicht jedem ans Herz legen mag, welche(r) sich in irgend einer Form im Privatverkehr bewegt. Doch nun zurück zum Start …

Ich plane eine Reise …
… mit einem Navi & zwei Fahrzeugen. «Ist doch alles kein Problem», höre ich die Leser(-innen) laut denken, «da fährt der eine ohne einfach jenem mit Navi hinter her und aus die Maus.» Kann man, muss man aber nicht. Insbesondere, wenn die Reise – während der Ferien-Hochsaison – nach Italien mit seinen unzähligen Zahlstellen und mittels Fähre und Zwischenhalt in der Pampas von Pisa zum Ziel führen soll. Glücklicherweise wurde ich ein paar Tage vor Reiseantritt auf eine vielversprechende Navigations-App von «Skobbler», welche ich mir auch alsbald aufs Device installierte, aufmerksam gemacht. Die zwei Franken, welche mich die App kostete waren es mir allemal wert. Kaum war die App installiert, machte ich mich auf Erkundungs-Tour und war sofort von der intuitiven Nutzerführung begeistert. Am liebsten wäre ich gleich los gefahren. Doch halt, muss ich bei den zu erwartenden Datenpaketen nicht mit horrenden Gebühren rechnen? Insbesondere, da ich mit einem Prepaid-Abo für jedes Mikrobite mehr löhne, als Mr. & Mrs. Flatrate.

Nun, die Lösung war schnell gefunden. Für weitere CHF 3.– pro Land, liessen sich die Karten in nullkommanix lokal speichern und das Navi anschliessend offline nutzen. Womit der Bogen zum einleitenden Titel gespannt hwäre.

Achtung Gefahrenstelle!
Wie eingangs bereits erwähnt ist die App dermassen intuitiv zu bedienen, dass sich die einzelnen Zieladressen innert weniger Minuten definieren liessen und die Reise tags darauf entspannt angetreten werden konnte. Zugegeben, die zur Basis-Installation gehörende Stimme versprüht ein Flair von Roboter-Stimme mit einem Hang zu hochprozentigem und kann einem schon mal den letzten Nerv rauben, wenn sie alle paar Meter jede noch so unbedeutende Kurve mit «jetzt halbrechts resp. halblinks abbiegen» ankündigt. Doch zum einen lässt sich die Assistentin kurzerhand stumm schalten und zum anderen lassen sich für jeweils CHF 2.– weitere Stimmen dazu laden. Egal, für welche Stimme man sich entscheidet, als besonders nützlich erweisen sich auf der Reise die regelmässigen, dezenten Hinweise «Achtung Gefahrenstelle»! Diese wiesen nämlich auf die zahlreich installierten Blitzer hin, auf deren Fotos jeder im Ferienalbum verzichten kann (funktioniert übrigens auch in der Schweiz, während Otto-Normal-Navi Schweizer Kästen nicht anzeigen).

Feature-Set bis zum Abwinken
Ist man erst einmal am Reiseziel angekommen, interessiert schnell mal, was man wo unternehmen kann. Kein Problem, unter «Kategorie» werden einem – offline Notabene – Hotels, Restaurants, Events, etc. in der Umgebung angezeigt. Schnell einmal den Wiki-Eintrag zur Stadt aufgerufen und man ist über die wichtigsten Eckdaten zur Region im Bilde. Stellt man vor Ort fest, dass die Unterkunft nicht hält, was der Katalog versprochen hat, der integrierte TripAdvisor präsentiert einem entsprechende Alternativen im direkten Umkreis. Ob Foresquare, TravelGuide oder aber Facebook-Share, die App lässt keine Wünsche offen. Sollte dies dennoch mal der Fall sein, ein entsprechender Feedback-Button ist schnell gefunden.

Freie Fahrt zum AppStore

 Auch Androiden gehen nicht leer aus …

BestOfSwissApp: And the winner is …!

Liquid Sketch!!!

Liquid Sketch; Game mit Suchtpotential

Liquid Sketch; Game mit Suchtpotential

Gestern war es soweit. Im Aura, Zürich wurde die erste Award-Night «Best of Swiss Apps» abgehalten. Alles was in der Schweizer Appszene Rang und Namen hat, versammelte sich in einem dem Anlass entsprechenden Festsaal. Eine Fachjury hatte zuvor in einem kontrovers geführten Prozess die Gewinner in den 10 Kategorien definiert, welche den über 300 Gästen ab 19 Uhr von den jeweiligen Juryheads feierlich präsentiert wurden.

Folgende Apps holten erstmals die begehrte Trophäe:

  • Kategorie News: Nachtschichten (Auftraggeber und Auftragnehmer: Zürcher Hochschule der Künste)
  • Kategorie Travel: Uepaa! (Auftraggeber und Auftragnehmer: Uepaa AG)
  • Kategorie Enterprise: Partners Group iPad Information Platform (Auftraggeber: Partners Group, Auftragnehmer: MP Technology)
  • Kategorie Enterprise: Partners Group iPad Information Platform (Auftraggeber: Partners Group, Auftragnehmer: MP Technology)
  • Kategorie Entertainment: Swisscom TV App (Auftraggeber: Swisscom Schweiz AG, Auftragnehmer: Youngculture)
  • Kategorie Knowledge: Appolino Plus & Minus (Auftraggeber: Lehrmittelverlag St.Gallen, Auftragnehmer: Lernetz)
  • Kategorie Public Affairs: Meteoswiss (Auftraggeber: Meteoschweiz, Auftragnehmer: Ubique Engineering)
  • Kategorie Business: Comparis-Immobilien-App für Windows 8 (Auftraggeber: Comparis, Auftragnehmer: Zühlke Engineering)
  • Kategorie Productivity: Sennheiser – App der Sennheiser-Gruppe LSP 500 Pro (Auftraggeber: Sennheiser, Auftragnehmer: Nose Design)
  • Kategorie Lifestyle: Grand Prix von Bern (Auftraggeber und Auftragnehmer: Approppo)
  • Kategorie Games: Liquid Sketch (Auftraggeber: Privat, Auftragnehmer: Tobias Neukomm)

Moderiert wurde der Abend von Annina Campbell (SRF). Ein besonderes Highlight war der Gastbeitrag von Christof Zogg (Microsoft Schweiz). In einem kurzen, pointierten Speech legte er dem Publikum sechs Thesen dar, wo Microsoft in den kommenden Jahren weiteres Goldgräber-Potential sieht und wie sich die Appszene insgesamt entwickeln wird. Selbstverständlich kam Zogg nicht umhin, den anwesenden Entwicklern den Hof zu machen, damit diese künftig ihre Apps im Windows-Store platzieren. Er tat dies jedoch in einer charmanten Art und Weise, so dass ihm niemand diese Balz übel nehmen konnte.

Masterwahl

Als Höhepunkt des Abends wurde aus sämtlichen Kategorien-Gewinnern die absolute Master-App bestimmt. Wobei der Gewinner die Fachjury (50%) und die anwesenden Gäste (50%) überzeugen musste. Das Rennen für die beste App 2013 machte am Ende die Game-App «Liquid Sketch» von Tobias Neukomm. Er war die einzige Einzelperson, welche überhaupt eine Kategorie für sich entscheiden konnte und hat mit seiner Physik-App letzten Endes alle überzeugt.

Potential nach oben

Insgesamt war es ein gelungener und – wie man es sich von Claudio Dionisio (Präsident BoSA, BoSW) gewohnt ist – bestens organisierter Anlass. Einzig die Qualität der eingereichten Projekte liess bei den Juroren insgesamt noch den einen oder anderen Wunsch offen. Bis auf zwei, drei Kategorien waren zu viele Me-Too-Projekte dabei. Auch Innovationen suchten die Fachleute oft vergebens. Was den Juroren sonst noch alles aufgefallen ist und wo sie noch Entwicklungspotential ausmachen, lest ihr in der aktuellen Ausgabe der «Netzwoche».

TabletPC vs Laptop

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Es ist ein offenes Geheimnis, der Siegeszug der TabletPCs ist nicht mehr aufzhalten. 2013 werden bei weitem mehr Tablets als Laptops über die Ladentheke gehen. Gemäss DisplaySearch Report werden dieses Jahr über 240 Millionen Tablets an den User gebracht, während gerade mal 207 Millionen Laptops verkauft werden sollen. Dies bedeutet das TabletPCs erstmals die Nase vorn haben werden und wohl auch in den kommenden Jahren das Rennen machen werden. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich Händler klassischer PC-Produkte warm anziehen ist, dass Microsoft mit Windows 8 ein Betriebssystem auf den Markt geworfen hat, welches sowohl auf dem Desktop als auch auf den Small-Devices beinahe identisch ist. Der Software-Riese hoft so, verlorenen Boden wieder gut machen zu können, um in letzter Minute noch auf den Tablet-Zug aufspringen zu können.

Der fulminante Verkaufserfolg der Tablets wird durch die Produktion kleinerer Bildschirm-Formate zusätzlich angeheizt. Am meisten Klein-PCs gehen in Nordamerika (35%, 85 Mio.) über den Ladentisch, dicht gefolgt von China (27%, 65 Mio.).

Hearst Magazines priorisiert iPad-Leser

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Bei Einführung des iPad wurde dieses als Rettung für die serbelnden Verlage dieser Erde gepriesen. Insbesondere Herausgeber von Magazinen und Tageszeitungen erhofften sich, dass die Kassen nun wieder klingeln mögen. Inzwischen ist nun aber wieder Ernüchterung eingekehrt. Murdoch hat mit «The Daily» sein iPad-Pionier-Projekt bereits wieder eingestellt aber auch «Wired» oder «Project» kämpfen gegen ernüchternde Verkaufszahlen.

Unter diesem Hintergrund sind Innovationen gefragt. Hearst kommt nun mit einer Idee auf den Markt, welche iPad-Besitzer priorisiert. Der Verlag will nämlich künftig seine Printprodukte jeweils einige Tage früher auf dem iPad erscheinen lassen, als diese dann schliesslich gedruckt in den Verkausstellen aufliegen sollen.
Zu diesem Zweck hat Apple seinem Zeitungskiosk eine neue Kategorie beigefügt. Dort werden bis zu 20 Titel präsentiert, welche zuerst auf dem Device veröffentlicht wurden. Abonnenten aber auch Einzelkäufer sollen künftig von diesem Dienst profitieren können. Grundsätzlich ist das nichts neues. Amazon, Google und weitere digitale Kioske kennen dieses Model bereits seit einiger Zeit und bringen ausgesuchte Titel ebenfalls eine Woche vor Erscheinen der Printausgaben.

Dass Apple nun nach zieht ist nur konsequent und ermöglicht es den Verlegern ins Schaufenster der potenziellen Leserschaft zu rücken. Denn es ist ein offenes Geheimnis; ein Platz unter den Top10 im AppleStore lässt die Kassen klingeln!

Leider profitieren von dieser «Neuerung» vorerst einmal wieder ausschliesslich die Nutzer aus den USA. Es ist aber wohl lediglich eine Frage der Zeit, bis dieses Feature auch in Europa eingeführt wird.

GoogleMaps unter iOS6.

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Wie bereits hinlänglich bekannt, werden mit dem System-Upgrade auf iOS6 weitere Google-Dienste vom iPhone verbannt. Neben dem Youtube-Icon sucht der geneigte Wandervogel auf Apples neuestem Betriebssystem auch vergebens nach den GoogleMaps. Diese wurden durch Apples hauseigene Maps ersetzt.
Kaum auf dem Markt, mehren sich die bestenfalls belustigten Kommentare über das nicht gerade ausgereifte Kartensystem. Fehlt mit Göteborg beispielsweise immerhin Schwedens zweitgrösste Stadt komplett. Aber auch in der Auflösung können die verpixelten «neuen» Karten in keinster Weise mit jenen aus dem Hause Google mithalten.

Wer sich jedoch auch künftig anhand der GoogleMaps orientieren mag, kann diese nachträglich auf seinem Device «installieren». Mit folgendem Trick bringt Sie GoogleMaps auch weiterhin pünktlich ans Ziel:

 

– Unter Einstellungen Ortungsdienste aktivieren und Safari die Lokalisierung Ihres Standortes erlauben
– Mit Safari die Page «maps.google.ch» aufrufen
– Die Seite auf den HomeScreen speichern
– Bestätigen, dass GoogleMaps Ihre aktuellen Ortsdaten verwenden darf

 

Und schon irren Sie nicht weiter Orientierungslos durch die Strassen. StreetView bleibt aber weiterhin den Androiden vorbehalten.